Dobrindt: Werden bei Cyberangriffen zurückschlagen
ZDF
Minütlich 5.000 Hackerangriffe allein auf die Bundesbank: Innenminister Dobrindt will, dass Behörden stärker gegen Cyberattacken vorgehen können.
Minütlich 5.000 Hackerangriffe allein auf die Bundesbank - Innenminister Dobrindt will, dass die Behörden offensiver gegen Cyberattacken vorgehen können. Auch im Ausland. Die Bundesregierung will auf Cyberangriffe künftig offensiver reagieren. "Wir werden zurückschlagen, auch im Ausland", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt der "Süddeutschen Zeitung". Deutschland werde die Schwelle für solche Schritte niedrig ansetzen, ergänzte der CSU-Politiker. Verantwortlich für solche Gegenschläge sollen Geheimdienste und das Bundeskriminalamt gemeinsam sein. Um die Arbeit der verschiedenen Ebenen besser zu koordinieren, plane das Innenministerium ein neues Abwehrzentrum gegen hybride Gefahren, das derzeit vom Bundesamt für Verfassungsschutz vorbereitet werde und im Laufe dieses Jahres seine Arbeit aufnehmen solle. Entsprechende Gesetzesänderungen sind nach früheren Äußerungen Dobrindts in Arbeit. Es gehe dabei jedoch nicht um allgemeine Gegenschläge, sogenannte Hackbacks, sondern um reine Abwehrschläge, hatte der Minister bereits im Herbst erklärt. Demnach gehe es darum, laufende oder bevorstehende Angriffe zu stoppen. Dazu müsse man in der Lage sein, die Server-Infrastruktur oder die digitalen Systeme von Angreifern auch im Ausland lahmzulegen. Bislang ist umstritten, inwiefern deutsche Sicherheitsbehörden bei Cyberangriffen aus dem Ausland zurückschlagen dürfen. Dobrindt beklagte in der "SZ", Deutschland erlebe ständig Cyberangriffe - auf Institutionen, Infrastruktur und Unternehmen. Oft gingen die Attacken von Gruppen aus, die Verbindungen zu staatlichen Geheimdiensten hätten und von diesen finanziert würden, so der CSU-Politiker mit Blick auf hybride Angriffe aus Russland und anderen Teilen der Welt. "Das können wir nicht hinnehmen."













