Die Achillesferse der deutschen Verwaltung
ZDF
Die Sorge vor Sanktionen aus den USA verunsichert Behörden und Firmen und stärkt den Ruf nach europäischer Software. Ein Bundesland geht voran.
In Deutschland wächst die Sorge vor Abhängigkeit von US-Software. Die Tech-Giganten aus den USA wirken übermächtig. Doch ein Bundesland zeigt: Es gibt Alternativen. Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie kommen ins Büro, fahren den Computer hoch, wollen sich in Ihre Mails einloggen. Normalerweise sind morgens schon ein paar Nachrichten eingetrudelt - aber heute: nichts. Der Grund: Ihr Arbeitgeber wurde mit US-Sanktionen belegt. Und die verbieten US-Techunternehmen, Ihnen in Deutschland Dienstleistungen bereitzustellen. US-Präsident Donald Trump setzt Europa unter Druck - und dreht uns die digitale Leitung ab. Zugespitzt formuliert bereitet dieses Szenario aktuell einigen europäischen Unternehmen und Behörden Sorge. Eingetreten ist das bisher nicht - aber: "Im Worst Case wäre es theoretisch möglich, dass infolge von US-Exportkontrollbeschränkungen die Nutzung von Software nicht mehr möglich ist, weil Technologie nicht mehr nach Europa exportiert werden kann", sagt Dennis-Kenji Kipker vom Cyberintelligence Institute. Bis dahin will die CDU-geführte Landesregierung in Schleswig-Holstein nicht warten. Als erstes Bundesland verbannt sie hier Microsoft-Programme fast vollständig aus den Behörden.













