
Düngerpreise explodieren - Iran-Krieg trifft Bauern hart
n-tv
Wegen des Iran-Kriegs wird Benzin teurer, auch die Düngemittelpreise schießen durch die Decke. In der Golfregion befinden sich einige der größten Düngerfabriken. Das ist fatal für die Landwirte: Zur Aussaat im Frühling können sie kaum auf Dünger verzichten.
Wegen des Iran-Kriegs wird Benzin teurer, auch die Düngemittelpreise schießen durch die Decke. In der Golfregion befinden sich einige der größten Düngerfabriken. Das ist fatal für die Landwirte: Zur Aussaat im Frühling können sie kaum auf Dünger verzichten.
Der Iran hat die Straße von Hormus mal eine "Straße des Friedens" genannt. Heute ist die Meerenge eher eine "Straße des Krieges" - und eine Geisterstraße. Wegen des Iran-Kriegs und der Blockade kommen dort aktuell praktisch keine Schiffe mehr durch. Normalerweise fahren pro Tag im Durchschnitt bis zu 140 Schiffe durch die Straße von Hormus - aktuell sind es nur noch einige wenige.
Durch die etwa 50 Kilometer breite Meerenge wird nicht nur Öl und Flüssiggas in die ganze Welt transportiert. Sie ist auch die wichtigste Düngemittel-Handelsroute der Welt. Durch sie wird rund ein Drittel des weltweiten Düngers transportiert. Die Golfregion ist mit einem Anteil von knapp zwölf Prozent einer der größten Dünger-Exporteure der Welt. Der Grund: Stickstoffdünger wird aus Erdgas hergestellt. Und am Golf sind die Erdgasvorkommen groß und günstig.
Im Iran, in Katar, dem Oman, den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Bahrain und in Saudi-Arabian sitzen große Düngemittelhersteller. Die Unterbrechung der Lieferketten "hat dazu geführt, dass der Handel mit Ausbruch des Iran-Krieges alle Preisnennungen zurückgezogen hat und die Kriegssituation abwarten will. Eine sehr unsichere Situation", schätzt der Agrarexperte Jan Peters vom Fachmagazin "Top Agrar" die Lage ein.

Aus der "Spritpreis-Taskforce" der schwarz-roten Koalition kommt harte Kritik an den Mineralölkonzernen. Der Geschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie, Christian Küchen, weist das im Interview mit ntv.de zurück und warnt eindringlich vor den geplanten Eingriffen in den Kraftstoff-Markt.












