
Anleger stürzen sich nach Übernahme-Gerüchten auf Gerresheimer
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Der US-Verpackungskonzern Silgan Holdings hat Insidern zufolge Interesse an einer Übernahme des deutschen Spezialverpackungsherstellers Gerresheimer signalisiert. Silgan arbeite mit Beratern an einer möglichen Offerte in Höhe von 41 Euro je Gerresheimer-Aktie, sagte ein Insider. Das wäre mehr als doppelt so viel wie der derzeitige Aktienkurs von gut 20 Euro. Es sei jedoch nicht sicher, ob es tatsächlich zu einem Angebot oder einer Transaktion komme, sagte der Insider. Eine Sprecherin von Gerresheimer lehnte einen Kommentar ab.
Die Aktien des Düsseldorfer Unternehmens drehten unmittelbar ins Plus und machten einen ordentlichen Satz. Am Nachmittag lagen die Papiere mit zeitweise mehr als 25 Prozent im Plus bei über 22 Euro. Seit Jahresbeginn haben sie jedoch 35 Prozent verloren, weil Gerresheimer mit Problemen in der Rechnungslegung kämpft. Vor einem Jahr kostete eine Aktie noch gut 76 Euro.
Die Finanzaufsicht BaFin untersucht den Abschluss für das Geschäftsjahr 2023/24 und auch den Halbjahresbericht 2024/25. Die Prüfer stören sich vor allem am Umgang mit sogenannten Bill-and-hold-Verträgen, bei denen Umsätze und die damit verbundenen Gewinne noch vor Auslieferung der Waren verbucht werden. Es geht aber auch um mutmaßlich unterlassene Abschreibungen auf den Wert der Schweizer Tochter Sensile Medical.
Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen Gespräche mit Finanzinvestoren über einen möglichen Verkauf geführt. Diese wurden jedoch ohne eine Einigung beendet.

Aus der "Spritpreis-Taskforce" der schwarz-roten Koalition kommt harte Kritik an den Mineralölkonzernen. Der Geschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie, Christian Küchen, weist das im Interview mit ntv.de zurück und warnt eindringlich vor den geplanten Eingriffen in den Kraftstoff-Markt.












