
Zentralbanken stehen diese Woche vor schwieriger Abwägung
n-tv
Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran und die Vergeltungsschläge Teherans schüren Inflationssorgen. Diese Woche wollen sich die Notenbanken äußern. Beobachter rechnen vorerst nicht mit abrupten Richtungsänderungen.
Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran und die Vergeltungsschläge Teherans schüren Inflationssorgen. Diese Woche wollen sich die Notenbanken äußern. Beobachter rechnen vorerst nicht mit abrupten Richtungsänderungen.
Mit zunehmender Dauer des Iran-Krieges kommen die Inflationssorgen zurück - und rücken damit auch die geldpolitischen Entscheidungen der Notenbanken ins Rampenlicht. Neben der Federal Reserve (Fed) in den USA am Mittwoch äußern sich am Donnerstag auch der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) und die Bank of England sowie die japanische Zentralbank dazu. Dabei dürften die Auswirkungen des Krieges auf Konjunktur und Verbraucherpreise besonders im Fokus stehen.
In Frankfurt am Main sah sich die EZB in den vergangenen Monaten gut positioniert, um die Teuerung in der Eurozone im Zielkorridor von rund zwei Prozent zu halten. Doch mit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran und den Vergeltungsangriffen Teherans in der für die weltweite Öl- und Gasversorgung wichtigen Golfregion sind die Energiemärkte in erhebliche Turbulenzen geraten.
Dass dies die Inflation anheizen dürfte, zeigte sich bereits an den Zapfsäulen. Zugleich ist noch die Erinnerung an das Jahr 2022 wach, als der Energiepreisschock nach dem russischen Angriff auf die Ukraine die Inflation in Deutschland im Jahresschnitt auf fast sieben Prozent katapultiert hatte. Damals hatte es Kritik daran gegeben, dass die EZB zu zögerlich auf die steigenden Verbraucherpreise reagiert und zu spät die Abkehr von ihrem Nullzinskurs eingeläutet habe.
Es folgten starke Zinserhöhungen bis Oktober 2023, seitdem haben die Euronotenbanker die Zinsen wieder schrittweise gesenkt. Im vergangenen Sommer schwenkten sie auf den aktuell abwartenden Kurs ein. Nach Einschätzung von Beobachtern ist dennoch am Donnerstag von der EZB vorerst keine abrupte Richtungsänderung hin zu einer wieder strafferen Geldpolitik zu erwarten.













