
WTO: Nahost-Krieg könnte Welthandel massiv belasten
n-tv
Der Krieg in Nahost treibt die Energiekosten und die Folgen könnten rund um den Globus zu spüren sein. Die WHO erwartet ohnehin einen geringeren Welthandel als zuletzt. Und der könnte bei einer längeren Auseinandersetzung zusätzlich betroffen sein.
Der Krieg in Nahost treibt die Energiekosten und die Folgen könnten rund um den Globus zu spüren sein. Die WHO erwartet ohnehin einen geringeren Welthandel als zuletzt. Und der könnte bei einer längeren Auseinandersetzung zusätzlich betroffen sein.
Der Krieg gegen den Iran und die wachsenden Spannungen im Nahen Osten bedrohen nach Angaben der WTO das Wachstum des globalen Handels. "Der anhaltende Anstieg der Energiepreise könnte die Risiken für den Welthandel erhöhen, mit möglichen Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit und Kostendruck für Verbraucher und Unternehmen", erklärte WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala. Wenn der Konflikt anhält, die Energiepreise hoch blieben und damit Transportkosten steigen, dürfte dies das Wachstum in diesem Jahr um 0,5 Punkte senken. Ein möglicher Lichtblick: "Die Aussichten könnten sich noch verbessern, wenn der Konflikt schnell beendet wird und der Boom bei den Ausgaben für künstliche Intelligenz anhält", heißt es im halbjährlichen Ausblick. Die Weltwirtschaft dürfte laut WTO 2026 um 2,8 Prozent zulegen.
Die WTO sieht den Warenhandel in einem optimistischen Szenario ohne Energiepreisschocks in diesem Jahr um 1,9 Prozent wachsen. Sollten die Preise für Rohöl und Flüssiggas wegen des Konflikts im gesamten Jahr 2026 hoch bleiben, könnte sich das Wachstum des globalen Warenhandels auf 1,4 Prozent verlangsamen, so die WTO. Eine längere Blockade der Straße von Hormus - einer strategisch wichtigen Meerenge zwischen dem Iran und Oman - würde ein Drittel der Harnstoff-Importe für Düngemittel unterbrechen, was die Ernährungssicherheit gefährden und große Produzenten wie Indien, Thailand und Brasilien treffen würde. Auch dem Dienstleistungssektor droht dem Bericht zufolge ein Rückgang des Wachstums von prognostizierten 4,8 Prozent auf 4,1 Prozent.
Das vergangene Jahr sei letztlich unerwartet positiv verlaufen, schreibt die WTO weiter. Trotz der höchsten US-Zölle seit dem Zweiten Weltkrieg habe sich das Wachstum im weltweiten Warenhandel auf 4,6 Prozent belaufen. Noch im Oktober hatte sie nur mit 2,4 Prozent gerechnet.
Das Prognoseinstitut McKinsey Global geht sogar von mehr als sechs Prozent Wachstum aus. Als Grund nennen beide unter anderem den Boom um Produkte mit Künstlicher Intelligenz (KI). Die WTO führt als Grund auch vorgezogene Bestellungen von Firmen angesichts der Zollsituation an.













