Claudette Colvin: Mut im Schatten von Rosa Parks
ZDF
Neun Monate vor Rosa Parks widersetzte sich Claudette Colvin der Rassentrennung in den USA. Nun ist die Bürgerrechtlerin gestorben.
Neun Monate vor Rosa Parks widersetzte sich Claudette Colvin der Rassentrennung in den USA. Nun ist die frühe Bürgerrechtlerin aus Alabama im Alter von 86 Jahren gestorben. "Die Geschichte hatte mich an diesen Sitz gefesselt", sagte Bürgerrechtlerin Claudette Colvin über jenen Tag im März 1955. Berühmt wurde der Satz nicht, genau wie sie selbst. Dabei war sie es, die neun Monate vor Rosa Parks den Mut hatte, sich in einem Bus von Montgomery im US-Bundesstaat Alabama den rassistischen Gesetzen zu widersetzen. Die damals 15-Jährige weigerte sich, ihre Sitzreihe zu räumen. Sie blieb sitzen. Allein. Ohne Schutz. Der Busfahrer rief die Polizei. Colvin habe gemeinsam mit einem anderen schwarzen Mädchen in der Nähe von zwei weißen Mädchen gesessen und damit gegen Rassentrennungsgesetze verstoßen. Das andere schwarze Mädchen räumte ihren Platz, Colvin blieb sitzen. Das geht aus einem Polizeibericht hervor. Colvin wurde daraufhin kurzzeitig festgenommen. Ihre Festnahme löste einen einjährigen Busboykott in Montgomery aus, der dem Bürgerrechtsaktivisten Martin Luther King Jr. zu nationaler Bekanntheit verhalf. Am Mittwoch ist die US-Bürgerrechtsaktivistin Colvin im Alter von 86 Jahren gestorben. Colvin war eine von vier Klägerinnen in einem wegweisenden Gerichtsverfahren, nach dem die Trennung nach Hautfarben in Bussen in Montgomery letztlich verboten wurde, erklärte die Kanzlei um Colvins Anwalt Fred D. Gray gegenüber ZDFheute.













