Wie Iran das Internet abschaltete
ZDF
Kein Internet und Telefon für 90 Millionen Menschen in Iran. Wie funktioniert das technisch - und wäre ein Shutdown auch in Deutschland denkbar?
Kein Internet, kein Telefon für 90 Millionen Menschen in Iran. Wie funktioniert das technisch? Und wäre ein Totalausfall auch in Deutschland denkbar? Auf https://radar.cloudflare.com/ kann man es genau sehen: Am 8. Januar gegen 16:30 Uhr kommt der Internet-Verkehr in Iran abrupt zum Erliegen. Fast 90 Millionen Menschen können technisch auf keine Art mehr kommunizieren. Festnetz, Handy, Internet - alles tot. Für die Darstellung von ZDFheute Infografiken nutzen wir die Software von Datawrapper. Erst wenn Sie hier klicken, werden die Grafiken nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von Datawrapper übertragen. Über den Datenschutz von Datawrapper können Sie sich auf der Seite des Anbieters informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen. Experten vermuten, dass die iranische Staatsführung zentral die Internet-Knotenpunkte zum Ausland blockiert hatte. Gleichzeitig gab es aber offenbar eine Whitelist, heißt: Einige sehr wenige explizit genehmigte IP-Adressen konnten kommunizieren. Möglich war dieser Shutdown, weil der iranische Staat die Internet-Provider kontrolliert. Für das Land selbst bringt das Abschalten des Netzes einen enormen wirtschaftlichen Schaden mit sich. Darauf weist Markus Reuter von Netzpolitik.org hin. Denn ohne Netz komme die iranische Wirtschaft zum Erliegen. Die Staatsführung hatte genau für so einen Fall erfolglos versucht, ein eigenes Informationsnetzwerk im Land aufzubauen. Auch andere Länder schalten öfters das Internet ab. Auf Pulse.internetsociety.org kann man das verfolgen: An der Spitze steht Indien mit 423 Abschaltungen seit 2018. In Iran sind es seitdem 17 - die jetzige ist die umfassendste, die Experten beobachtet haben. Auch das ZDF hatte nach dem 8. Januar knapp zwei Tage lang keinen Kontakt zu seiner Korrespondentin Phoebe Gaa in Teheran.













