dbb-Chef Geyer: Staat muss digital und leistungsfähig werden
ZDF
Stromausfälle und Cyberangriffe: Auf seiner Jahrestagung warnt der dbb vor allem vor Defiziten im Katastrophenschutz und fordert Investitionen.
Stromausfälle, Cyberangriffe, Personalmangel: Auf seiner Jahrestagung warnt der Deutsche Beamtenbund unter anderem vor Defiziten im Katastrophenschutz und fordert Investitionen. Ein großes Thema der Jahrestagung des Deutschen Beamtenbundes dbb in Köln ist die Digitalisierung. 600.000 Beamte fehlen laut dbb im öffentlichen Dienst. Man hofft, einen Teil dieser Lücke durch mehr Digitalisierung zu schließen. Das zweite große Thema könnte brisanter nicht sein: Es geht um die Resilienz des Staates. Krisen jedweder Art nehmen zu, da sind sich Katastrophenschützer einig. Und meinen Naturkatastrophen, Anschläge von Extremisten oder feindlichen Staaten und die unsicher gewordene Weltlage. Aktuell ist die Bedrohungslage am Beispiel des Stromausfalls in Berlin noch einmal deutlich geworden - und damit auch die schwierige Aufgabe des Staates im Ernstfall. Im Jahresbericht 2025 des Berliner Rechnungshofes war genau davor gewarnt worden: "Die Berliner Katastrophenschutzbehörden sind organisatorisch und personell nicht ausreichend auf Katastrophen und Großschadensereignisse vorbereitet." Gerade in Notsituationen zeige sich, so der Vorsitzende des dbb, Volker Geyer, dass es schwierig sei, den Staat kaputtzusparen. Verteidigungsbereitschaft, sagt Geyer, dürfe eben nicht nur militärisch gedacht werden. Sondern man müsse den Staat so aufstellen, dass er digital und leistungsfähig sei, um sich das Vertrauen der Menschen zu verdienen.













