Gaa in Iran: "Angst unter den Leuten ist sehr groß"
ZDF
Von Protesten sei in Irans Hauptstadt Teheran nichts mehr zu sehen, berichtet ZDF-Korrespondentin Gaa. Die Menschen fürchteten sich vor Gewalt.
Von Protesten sei in Irans Hauptstadt Teheran nichts mehr zu sehen, berichtet ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa. Die Menschen fürchteten sich vor der Gewalt der Regimeschergen. Nach den schweren Unruhen und landesweiten Aufständen im Iran herrscht in den Metropolen eine angespannte Ruhe. ZDF-Korrespondentin Phoebe Gaa berichtet aus der Hauptstadt Teheran: "Das Sicherheitsaufgebot in der Stadt ist sehr groß. Die Sicherheitskräfte stehen an den Plätzen, an denen die Menschen sich am Donnerstag und Freitag versammelt hatten." In den vergangenen Tagen und Nächten seien keine Proteste mehr zu sehen gewesen, so Gaa weiter. "Die Angst unter den Leuten ist sehr groß davor, verhaftet zu werden oder davor, dass es bei diesen Protesten dann zu Gewalteinsätzen kommt." Auch Analysten, die das Protestgeschehen seit ihrem Beginn Ende Dezember dokumentieren, verzeichneten einen deutlichen Rückgang. Am Dienstag wurden einer Analyse des amerikanischen Critical Threats Project (CTP) zufolge nur noch sieben Proteste in sechs Provinzen registriert. Das CTP wird von den in Washington ansässigen Denkfabriken Institute for the Study of War (ISW) und American Enterprise Institute betrieben. Der Bericht wies jedoch darauf hin, dass aufgrund der Internetsperre nur wenige Informationen nach außen gelangen. Am vergangenen Donnerstag zählte das CTP noch 156 Demonstrationen in 27 der 31 iranischen Provinzen. Die Autoren verwiesen zudem auf die hohe Zahl an Todesopfern bei den Unruhen, die sich allerdings nicht unabhängig verifizieren ließ. "Die iranische Führung hat vor ein paar Tagen schon ganz klar kommuniziert (...), dass jeder, der sich an den regierungskritischen Protesten beteiligt (...), als Terrorist angesehen würde und dementsprechend bestraft werden würde", berichtet Phoebe Gaa.













