Bischof Wilmer: Wehret den Anfängen, schützt die Demokratie!
ZDF
Die Bischofskonferenz endet mit einer Warnung vor der AfD. Deutsche Reformanliegen will der neue Vorsitzende schon bald im Vatikan diskutieren.
Die Bischofskonferenz endet mit einer eindringlichen Warnung vor der AfD. Deutsche Reformanliegen will der neue Vorsitzende schon bald im Vatikan diskutieren. Neuer Vorsitzender, neue Sprache, aber viel inhaltliche Kontinuität. So lässt sich die Frühjahrsvollversammlung der katholischen Bischofskonferenz in Würzburg zusammenfassen. Wie sein Vorgänger, Bischof Bätzing zum Auftakt des Treffens, erinnerte Heiner Wilmer zum Abschluss an die Erklärung der deutschen Bischöfe vom Februar 2024, wonach völkischer Nationalismus und menschenverachtende Parolen der AfD in der katholischen Kirche keinen Platz hätten. So gebe es etwa kein deutsches Christentum. Das christliche Menschenbild spreche allen gleiche Würde zu, unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Religion. Der Appell des Konferenzvorsitzenden: Mit Blick auf die Reformanliegen der deutschen Katholikinnen und Katholiken erklärte Wilmer, dass er schon in Kürze in den Vatikan fahren wolle, um dort direkt Gespräche zu führen. Er betonte, dass es keine deutschen Sonderwege geben werde und alles im Einklang mit der Weltkirche geschehen solle. Mit einem verschmitzten Lächeln stellte Wilmer fest: Deshalb zeigte er sich zuversichtlich, dass der Vatikan etwa dem Antrag zustimmen werde, dass in Deutschland künftig auch Laien in der Heiligen Messe predigen dürfen. Bisher ist das nur Priestern und Diakonen erlaubt. Nicht geweihte Männer und Frauen dürfen nur in anderen Gottesdiensten predigen.













