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Bierabsatz war "schwach wie eine Flasche leer"

Bierabsatz war "schwach wie eine Flasche leer"

n-tv
Tuesday, December 31, 2024 11:45:05 AM UTC

Das Wetter zu nass, die Fußball-EM zu kurz, die Gesellschaft zu alt: Die deutschen Brauereien haben in diesem Jahr noch weniger abgesetzt als im bereits schwachen Vorjahr. Da kann auch die steigende Nachfrage nach alkoholfreien Gerstensäften die Stimmung kaum heben.

Deutschlands Brauereien haben nicht so viel Bier verkauft wie erhofft: "Das Jahr war schwach wie eine Flasche leer", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele. Das sehr nasse und unbeständige Wetter habe den Wirten und Brauereien oft einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gerade während der Fußball-Europameisterschaft seien viele Public-Viewing-Events, Biergarten-Besuche und Gartenpartys ins Wasser gefallen. "Sicher hätten noch zwei weitere Spiele der deutschen Mannschaft dem Bierabsatz gutgetan", fügte er hinzu.

Nach aktuellem Stand "steht die Brauwirtschaft bei minus ein Prozent im Vergleich zum schwachen Vorjahr 2023", in dem die Unternehmen insgesamt rund neun Milliarden Liter Bier und alkoholfreie Varianten verkauft hatten. "Wir erwarten also ein durchwachsenes Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres", zog Eichele eine erste Bilanz. Die Brauwirtschaft sei "leider noch immer weit vom Vor-Corona-Niveau entfernt". Gründe seien neben dem schlechten Wetter auch das schlechte Konsumklima und langfristige Trends wie die Alterung der Gesellschaft.

Eine Erfolgsgeschichte bleibt das alkoholfreie Bier: "Kein anderes Segment der Brauwirtschaft hat in den letzten zehn Jahren so stark zugelegt wie alkoholfreie Biere und alkoholfreie Biermischgetränke", sagte Eichele. Seit 2007 hat sich demnach die Produktion alkoholfreier Biersorten in Deutschland auf 665 Millionen Liter im Jahr 2023 mehr als verdoppelt. 2024 erreichten alkoholfreie Biere und alkoholfreie Biermischgetränke wie Radler einen Marktanteil von neun Prozent. "Bald wird jedes zehnte in Deutschland gebraute Bier alkoholfrei sein", sagte der Hauptgeschäftsführer.

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