Warum es Barbie und Ken nicht gut geht
ZDF
Mattel hat schlechte Zahlen vorgelegt. Schuld war nicht nur ein maues Weihnachtsgeschäft in den USA, sondern auch Nachholbedarf in Sachen KI.
Der Spielwarenhersteller Mattel hat schlechte Zahlen vorgelegt, ein schwaches Geschäft in den USA zu Weihnachten war schuld. Doch auch strukturell gibt's Probleme bei dem Konzern. Generationen von Kindern sind mit ihnen aufgewachsen: Barbie und ihr Freund Ken waren fast in jedem Kinderzimmer zu Hause. Umstritten waren sie immer, aber sie verkauften sich wie geschnitten Brot. Seit ihrem Erscheinen im Jahr 1959 wurden laut ihrem Hersteller Mattel etwa eine Milliarde Barbie-Puppen verkauft. Jedes Jahr gehen weltweit etwa 60 Millionen Stück über die Ladentische. Vor drei Jahren wurde das "Leben" von Barbie sogar verfilmt. Das löste einen neuen Boom aus. Die Verkaufszahlen gingen nochmal durch die Decke. Doch dann begannen die Probleme. Die Barbie-Puppen sind zwar nach wie vor die Cashcow des US-Konzerns, doch die Verkäufe stagnieren oder sinken - vor allem, weil nach der Marketing-Idee um den Film weitere Ideen ausblieben. Besonders sichtbar wurde dies nun im zurückliegenden Weihnachtsgeschäft. Da sollte es eigentlich für jeden Spielzeughersteller an der Kasse "brummen". Ein Drittel ihres kompletten Jahresumsatzes machen Lego, Playmobil und Co. normalerweise zu Weihnachten. Bei Mattel waren die Zahlen aber eher matt, und das vor allem im so wichtigen US-Heimatmarkt. Die Aktie rauschte deshalb nach Vorlage der Quartalszahlen am vergangenen Mittwoch zweistellig ab. "Der jüngste Kursrutsch ist eine klassische Erwartungslücke: Die Börse hatte den Barbie-Film als dauerhafte Gewinnmaschine eingepreist, bekommt aber ein Unternehmen, das gegen Zölle, Logistikkosten und Kaufzurückhaltung ankämpft," sagt Nedko Geshev, Analyst beim Brokerhaus ActivTrades. Diese Einschätzung offenbart schon, dass bei Mattel nicht nur eine kleine Barbie-Krise herrscht. Die Probleme sind tiefgreifender.













