Louvre: Razzia nach Millionenbetrug mit falschen Tickets
ZDF
Erst vor wenigen Monaten erschütterte ein Juwelen-Diebstahl den Louvre. Nun rückt das Museum wegen eines Betrugsverdachts erneut in den Fokus.
Erst vor wenigen Monaten erschütterte ein Juwelen-Diebstahl den Louvre. Nun rückt das Museum wegen eines Betrugsverdachts erneut in den Fokus. Neun Menschen wurden verhaftet. Schon wieder muss die Pariser Polizei zu einem spektakulären Kriminalfall mit Millionenbeute im Louvre anrücken. Wegen des Verdachts eines großangelegten Betrugs mit Eintrittskarten in dem berühmten Museum haben die Fahnder neun Menschen festgenommen und über 1,4 Millionen Euro beschlagnahmt. Die Verdächtigen sollen an diesem Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Festnahmen erfolgten nach Angaben der Behörde bereits am Dienstag. Zu den Festgenommenen gehörten Touristenführer, zwei Beschäftigte des Louvre sowie eine Person, die verdächtigt wird, das Netzwerk organisiert zu haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Betrug soll nach Angaben der Ermittler über zehn Jahre angedauert haben. Der Louvre beziffert den entstandenen Schaden auf über zehn Millionen Euro. Die Summe sollen die Verdächtigten teils in Immobilien sowohl in Frankreich als auch in Dubai investiert haben, so die Staatsanwaltschaft. Ermittlungen zu einem möglichen Ticketbetrug fanden demnach auch im Schloss von Versailles statt. Das Museum hatte im Dezember 2024 selbst bei der Polizei Alarm geschlagen, wie eine Sprecherin dem ZDF bestätigte. Die Razzia sei "aufgrund einer Meldung des Louvre-Museums im Rahmen seiner Betrugsbekämpfungspolitik und der kontinuierlichen Zusammenarbeit der Museumsteams mit der Polizei bei der Bekämpfung von Betrugspraktiken" durchgeführt worden.













