Ex-Prinz Andrew festgenommen - so reagiert König Charles
ZDF
Bei einem Polizeieinsatz ist Ex-Prinz Andrew festgenommen worden. Außerdem gab es Durchsuchungen, so die Polizei in Großbritannien.
Ex-Prinz Andrew ist wegen Vorwürfen rund um die Epstein-Files festgenommen worden. Grund sei "Fehlverhalten in Ausübung offizieller Funktionen". Außerdem gab es Durchsuchungen. Die britische Polizei hat den früheren Prinzen Andrew festgenommen. Dem Bruder von König Charles III. werde "Fehlverhalten in Ausübung offizieller Funktionen" vorgeworfen. In einer Mitteilung der Polizei Thames Valley heißt es: "Im Rahmen der Ermittlungen haben wir heute einen Mann in den Sechzigern aus Norfolk wegen des Verdachts auf Fehlverhalten in Ausübung offizieller Funktionen festgenommen und führen Durchsuchungen an Adressen in Berkshire und Norfolk durch." Nach übereinstimmenden Informationen handelt es sich bei dem festgenommenen Mann um Andrew Mountbatten-Windsor. Angesichts des großen öffentlichen Interesses an diesem Fall wolle die Polizei "zu gegebener Zeit über den aktuellen Stand informieren". "Normalerweise kann die Polizei jemanden 24 Stunden in einem solchen Fall festhalten. In besonderen Fällen, die extra genehmigt werden müssen, auch mal 96 Stunden", erklärt ZDF-Korrespondent Wolf-Christian Ulrich in London: "Was aber Experten hier heute sagen, ist, dass Andrew aller Voraussicht nach nicht die Nacht im Gewahrsam der Polizei verbringen wird." Der ehemalige Prinz, der nun unter dem bürgerlichen Namen Andrew Mountbatten-Windsor lebt, hat durch seine Verbindung zu dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bereits seine gesellschaftliche Stellung und seine Privilegien verloren. Er trat 2019 von allen royalen Pflichten zurück. Im Oktober entzog ihm König Charles den Prinzentitel, in der vergangenen Woche musste er sein Anwesen Royal Lodge in Windsor räumen. Virginia Giuffre, eines der Epstein-Opfer, hatte Andrew vorgeworfen, sie als Minderjährige mehrfach missbraucht zu haben. Andrew bestreitet ein Fehlverhalten bis heute. Bei der Festnahme am Freitag soll es sich nach britischen Medienberichten aber nicht um diese Vorwürfe drehen, sondern um die Weitergabe von vertraulichen Informationen aus Andrews Zeit als Handelsbeauftragter der britischen Regierung.













