Mehr Zecken durch Klimawandel - mehr FSME-Fälle
ZDF
Die Klimakrise treibt die Zahl der durch Zecken verursachten Hirnhautentzündungen in die Höhe. Wie kann man sich vor einer Infektion schützen?
Die Klimakrise treibt die Zahl der durch Zecken verursachten Hirnhautentzündungen in die Höhe. Welche Risiken es gibt und wie man sich vor einer Infektion schützen kann. Nicht selten sind sie das unliebsame Ende eines Spaziergangs oder von Gartenarbeit: Wenn Zecken sich festgesetzt haben und ihren Stechrüssel durch die Haut bohren, kann das in seltenen Einzelfällen tödliche Folgen haben. Das Risiko, durch einen Zeckenbiss ernsthaft zu erkranken, steigt in Deutschland nach Überzeugung von Experten. Im vergangenen Jahr könnten Zecken demnach so viele Hirnhautentzündungen verursacht haben wie noch nie seit Beginn der Meldepflicht. Gerhard Dobler vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München sagt zu den Fällen von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME): Dobler zufolge gibt es keine Region in Deutschland, die FSME-frei ist. Es sei mit weiter steigenden Zahlen zu rechnen, warnte die Parasitologin Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim im Vorfeld des 8. Süddeutschen Zeckenkongresses in Stuttgart. Wegen des Klimawandels und milderer Winter sind sie mittlerweile ganzjährig aktiv. Auch die kalten Temperaturen in diesem Jahr schaden den Holzböcken Experten zufolge kaum. Die Risiken und Schutzmöglichkeiten im Überblick: Sie leben in Wäldern, Parks und Gärten auf Pflanzen wie Gräsern, Farnen, Sträuchern oder in losem Laub. Von dort aus gelangen sie zu vorbeilaufenden Tieren oder Menschen und beißen sich an weichen Hautpartien wie Kniekehlen, unter den Armen und am Haaransatz fest. Mit Hilfe ihres mit Widerhaken versehenen stachelartigen Mundwerkzeugs bohren sie sich in die Haut, um Blut zu saugen. Dabei können allerdings auch Krankheitserreger übertragen werden. Ab etwa fünf Grad werden Zecken aktiv.













