Olympia: Hass und Hetze gegen Sportler im Netz
ZDF
Bei den Olympischen Winterspielen erleben Sportler massive Hetze im Netz. Eine KI hat bereits über tausend Hasskommentare herausgefiltert.
Auch bei den Olympischen Winterspielen werden deutsche Sportler massiv im Netz angefeindet. Der DOSB setzt eine KI ein, die bereits rund 1.300 Hasskommentare herausgefiltert hat. Die deutschen Sportlerinnen und Sportler werden bei den Olympischen Winterspielen massiv im Internet angefeindet. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) schlug angesichts von Hass und Hetze im Netz nun Alarm. "Unsere Befürchtungen, dass sich dieses Thema weiter verschärfen wird, sind leider wahr geworden", sagte Leistungssport-Vorstand und Chef de Mission Olaf Tabor. Es gebe während der Winterspiele "wieder zahlreiche Zuschriften und Kommentare, die deutlich unter der Gürtellinie sind". Zum Ausmaß sagte er: Der DOSB setzt wie bei den Sommerspielen 2024 auch bei den Winterspielen auf einen Hatespeech-Filter, um die Athletinnen und Athleten zu schützen. Während der Spiele 2024 in Paris wurden bei einem deutlich größeren deutschen Aufgebot laut DOSB mehr als 61.000 Kommentare erfasst, knapp 4.000 davon wurden automatisch ausgeblendet. Alle Athletinnen und Athleten können den Filter auf Wunsch bei ihren Social-Media-Accounts einsetzen. "Wer für Deutschland antritt, verdient den größtmöglichen Schutz", hatte DOSB-Präsident Thomas Weikert vor Olympia in Italien gesagt. Das KI-System erkennt Beleidigungen, Drohungen sowie rassistische, sexistische und andere diskriminierende Inhalte in Echtzeit - und zwar in bis zu 30 Sprachen und 25 Kategorien. Auch die enge Zusammenarbeit mit der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) besteht weiter, sodass rechtlich relevante Inhalte weiterhin unmittelbar an die Ermittlungsbehörden übermittelt werden können.













