Wadephul in Australien: "Großes Interesse" an Rohstoffen
ZDF
Außenminister Wadephul macht bei seinem Besuch in Canberra klar: Deutschland möchte Rohstoffe aus Australien - auch wenn es teuer wird.
Außenminister Wadephul macht bei seinem Besuch in Canberra klar: Deutschland möchte Rohstoffe aus Australien - auch wenn es teuer wird. Er setzt auf ein Freihandelsabkommen. Deutschland und Australien wollen ihre Zusammenarbeit beim Import kritischer Rohstoffe aus "Down Under" weiter ausbauen. "Euer Land ist für uns ein wichtiger Partner bei der Diversifizierung unserer Lieferketten", sagte Außenminister Johann Wadephul nach einem Treffen mit seiner australischen Amtskollegin Penny Wong in der Hauptstadt Canberra. Die Partnerschaft bei der Ausbeutung von Mineralienvorkommen sei mit einem gewissen Preisschild verbunden, räumte Wadephul ein. "Dazu müssen wir auch bereit sein, Geld in die Hand zu nehmen, weil die Erschließung dieser Rohstoffe teilweise kostenträchtig ist", betonte er. "Aber gleichzeitig wissen wir, dass gerade Deutschland auf derartige Rohstoffe dringend angewiesen ist." Ein Beispiel für die Förderung von Rohstoffen findet sich südlich von Perth an der Westküste, wo in dem Ort Greenbushes die größte Hartgestein-Lithium-Mine der Welt betrieben wird. Das "weiße Gold" steckt in modernen Technologien vom Akku für das E-Auto bis zum Smartphone. Die Mine erstreckt sich über mehr als 2.000 Hektar und liefert etwa 20 Prozent der weltweiten Fördermenge. Das Land verfügt zudem über riesige Vorkommen an Seltenen Erden wie Neodym und Terbium, die für die Herstellung von Hochleistungsmagneten benötigt werden.













