Stahlproduktion 2025 gesunken - Niedrigster Stand seit 2009
ZDF
Die Lage in der deutschen Stahlindustrie bleibt angespannt. 2025 wurde so wenig Rohstahl erzeugt wie seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr.
Schwache Nachfrage, hohe Strompreise: Die Lage in der deutschen Stahlindustrie bleibt angespannt. 2025 wurde so wenig Rohstahl erzeugt wie seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr. Die Krise der deutschen Stahlindustrie hat sich 2025 verschärft: Nur noch 34,1 Millionen Tonnen Rohstahl wurden erzeugt. Das ist der niedrigste Wert seit dem Finanzkrisenjahr 2009, als 32,7 Millionen Tonnen produziert wurden. Der Rückgang im Vergleich zu 2024 lag bei 8,6 Prozent, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl in ihrer Jahresbilanz berichtete. Die Kapazitätsauslastung sei zugleich unter den kritischen Wert von 70 Prozent gefallen, so der Verband weiter. Die Produktion sei damit bereits zum vierten Mal in Folge deutlich unter der Marke von 40 Millionen Tonnen geblieben, hieß es. 40 Millionen Tonnen gelten für die Branche als Schwelle für eine auskömmliche Kapazitätsauslastung. "Seit 2018 wurde diese Grenze insgesamt sechsmal unterschritten. Die Branche verharrt damit auf Rezessionsniveau", so der Verband. Auch die Stahlnachfrage auf dem deutschen Markt sei 2025 außergewöhnlich schwach ausgefallen. "Mit auf das Jahr hochgerechneten rund 30 Millionen Tonnen lag auch die Marktversorgung nochmals unter dem schon niedrigen Durchschnitt der vergangenen vier Jahre."








