Wohnungen in Deutschland werden kleiner, aber günstiger
ZDF
Vor allem in Großstädten wird Wohnen immer teurer. Daran änderte auch die Mietpreisbremse wenig. Doch das DIW sieht eine Trendumkehr.
Vor allem in Großstädten wird Wohnen immer teurer. Daran änderte auch die Mietpreisbremse wenig. Doch das DIW sieht eine Trendumkehr: Kleiner, aber günstiger wird demnach gebaut. In Deutschland werden wieder finanzierbare Wohnungen gebaut - allerdings kleinere als bisher. Das hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer aktuellen Studie herausgefunden. Ein Grund dafür, dass die Wohnungen kleiner werden, ist laut DIW das Schrumpfen der Haushalte. Immer mehr Menschen benötigen keine vier Zimmer mehr und haben stattdessen lieber weniger Aufwand. Der massive Anstieg der Immobilenpreise seit 2010 hat dazu beigetragen, dass sich viele Familien eine große Wohnung oft nicht leisten können. "Über Jahrzehnte haben steigende Einkommen und der Wunsch nach mehr Komfort dazu geführt, dass unsere Wohnungen immer größer wurden", sagt Konstantin Kholodilin vom DIW. In Düsseldorf werden, wie im Bundesdurchschnitt, die Haushalte immer kleiner. Das belegt auch die DIW-Studie. Häufig sei es gar kein Luxus, viel Platz zu haben, sagt Hans-Jochem Witzke vom Mieterverein Düsseldorf. "Wenn die Kinder aus dem Haus gehen, vergrößert sich die durchschnittliche Wohnfläche der verbliebenen Personen." Erst am Vortag habe er mit einer verwitweten Frau gesprochen, die ihr Eigenheim gerne aufgeben würde - wenn sie denn eine altersgerechte Wohnung finden würde.
