Eiskalter Winter: Gasspeicher schon stark geleert
ZDF
Der Winter ist kälter als gedacht und die Gasspeicher weniger gefüllt als erhofft. Müssen sich Verbraucher Sorgen machen?
Der Winter ist kälter als gedacht und die Gasspeicher weniger gefüllt als erhofft. Müssen sich Verbraucher Sorgen machen? Die Bundesnetzagentur beruhigt, Energieexperten mahnen. Die Gasvorräte schrumpfen infolge der Kältewelle und des hohen Verbrauchs in einem wesentlich höheren Tempo als noch vor einem Jahr. Die Bundesnetzagentur geht dennoch von einer gesicherten Gasversorgung in diesem Winter aus, ebenso das Energieministerium. Energieversorger sehen die Füllstände der Speicher jedoch kritisch: "Die aktuellen Füllstände der Gasspeicher liegen deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt", sagt Timm Kehler, Vorstand des Verbands Gas- und Wasserstoffwirtschaft. Mitte November hatte die Initiative Energien Speichern mitgeteilt, Deutschland gehe mit einem unerwartet niedrigen Speicherfüllstand von nur 75 Prozent in die Heizperiode. Bei extrem niedrigen Temperaturen drohten ab Mitte Januar "Unterdeckungen". Nun sagt Heinermann, die Ausgangslage für die Gasversorgung im Januar habe sich aufgrund der moderaten Temperaturen im Dezember verbessert, es sei weniger entnommen worden. "Im Vergleich zum Dezember ist der Januar von deutlich kälteren Temperaturen geprägt, weshalb derzeit in großem Umfang ausgespeichert wird." Eine Sprecherin des Energiekonzerns Uniper sagt: "Die Versorgungssicherheit mit Erdgas ist aktuell gewährleistet, aber nicht garantiert." Bei einem langen, kalten Winter oder geopolitischen Störungen könnten bei niedrigen Speicherfüllständen Engpässe entstehen.
