Warum der Westen preiswerter tankt als der Osten
ZDF
Der Westen zahlt oft weniger an der Zapfsäule als der Osten. Ein Bericht des Bundeskartellamts zeigt, warum - und wie Autofahrer sparen können.
Der Westen zahlt oft weniger an der Zapfsäule als der Osten. Der aktuelle Bericht des Bundeskartellamts zeigt, warum - und wie Autofahrer trotzdem sparen können. Die durchschnittlichen Spritpreise unterscheiden sich in Deutschland deutlich nach Regionen. Das zeigt ein aktueller Bericht des Bundeskartellamts. Besonders auffällig ist das Ost-West-Gefälle. In vielen westdeutschen Postleitzahlgebieten liegen die Preise unter dem Bundesdurchschnitt, während ostdeutsche Regionen häufiger darüber liegen. Für 2025 lagen die Preise für Superbenzin in Regionen wie Berlin bei etwa 1,70 bis 1,71 Euro pro Liter, während in Südostbayern und an der Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt im Schnitt meist 8 Cent mehr verlangt wurden. Tendenziell kostete Sprit im Osten Deutschlands mehr als im Westen. Als Hauptursache nennt ADAC-Experte Andreas Hölzel die Wettbewerbsstruktur. In vielen ostdeutschen Regionen gibt es weniger Tankstellen pro Fläche. Eine geringere Bevölkerungsdichte und weniger Anbieter bedeuten weniger Konkurrenz - mit entsprechend höheren Preisen. Der Marktbericht des Bundeskartellamts zeigt außerdem: Selbst innerhalb einzelner Regionen oder Städte gab es im vierten Quartal 2025 teils erhebliche Preisunterschiede. In teuren Gegenden fanden sich immer wieder vergleichsweise günstige Tankstellen, während in eigentlich billigen Regionen einzelne Anbieter deutlich teurer waren. Die Preise orientierten sich stark an lokalen Wettbewerbsverhältnissen - oft sogar von Straße zu Straße. Einen festen Spitzenreiter gibt es zwar nicht, doch manche Länder tauchen regelmäßig unter den günstigsten auf. Hölzel sagt: "Bei unseren Stichproben war relativ häufig Rheinland-Pfalz das günstigste Bundesland - und das Saarland."
