Winter-Chaos: Bahn-Chefin Palla verteidigt Vorgehen
ZDF
Nach "Elli" fordern Politiker von CDU und Grünen wegen anhaltender Probleme bei der Bahn Konsequenzen. Bahn-Chefin Palla verteidigt ihr Vorgehen.
Nach "Elli" rollt der Fernverkehr wieder an. Politiker von CDU und Grünen fordern wegen anhaltender Probleme bei der Bahn Konsequenzen. Bahn-Chefin Palla verteidigt ihr Vorgehen. Nach der Einstellung des Fernverkehrs der Deutschen Bahn wegen Wintersturms "Elli" in Norddeutschland hat Konzernchefin Evelyn Palla das Krisenmanagement verteidigt. Die Sicherheit von Reisenden und Mitarbeitenden habe für ihr Unternehmen immer "oberste Priorität", sagte die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn am Sonntag im Hauptbahnhof Hannover. Die Lage sei "sehr dynamisch" gewesen, "weitreichende Schneeverwehungen" hätten seit Freitag immer wieder bereits freigeräumte Streckenabschnitte blockiert. Die Bahn sei "immer bestmöglich vorbereitet", fügte Palla hinzu. Es gebe jedoch stets "Unbekannte", jede Wetterlage sei "anders". So sei vorher etwa unklar, welche Regionen und Strecken besonders betroffen sein würden. Dies sei wichtig, da bei Ausfall der Stromversorgung sonst kritische Situationen drohten. "Die großen Hauptachsen sind alle freigeräumt und befahrbar", betonte die Bahn-Chefin. "Elli" war am Freitag mit Sturm und starkem Schneefall auf Deutschland getroffen, es galten Unwetterwarnungen. Im Norden kam es zu massiven Schneeverwehungen. Dort stellte die Bahn am Freitagmorgen den gesamten Fernverkehr ein, was bundesweit zu Beeinträchtigungen führte. Außerdem waren der Nah- und Regionalverkehr in Norddeutschland erheblich gestört. Erst am Sonntag lief der Fernverkehr nach Bahnangaben auf Hauptstrecken im Norden flächendeckend wieder an. Es gab weiter Einschränkungen. Palla zufolge fuhr das Unternehmen zunächst mit "etwa zwei Dritteln" des Angebots "stabil". Ausfälle gab es weiterhin auch im Nahverkehr in den Ländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Dies sorgt zunehmend für Kritik am Krisenmanagement des bundeseigenen Konzerns. Politiker von CDU und Grünen fordern angesichts der noch anhaltenden Probleme bei der Bahn wegen des Wintersturms "Elli" am Freitag Konsequenzen. "Die Deutsche Bahn muss dieses Desaster aufarbeiten und beim nächsten Wintereinbruch sicherstellen, dass nicht der gesamte Zugverkehr zum Erliegen kommt", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß der "Rheinischen Post".
