Wie sich Facebook-Gründer Zuckerberg Trump unterordnet
ZDF
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat sich vom schüchternen Harvard-Nerd zum Machtmenschen gewandelt und rückt an Donald Trump heran. Warum?
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat sich vom schüchternen Harvard-Nerd zum Machtmenschen gewandelt. Er kämpft, zitiert römische Feldherren - und rückt an Donald Trump heran. Die Zeiten des schüchternen Harvard-Absolventen Mark Zuckerberg, der Reportern erzählte, er lebe in einer Ein-Zimmer-Wohnung und schlafe auf einer Matratze auf dem Boden, sind für alle sichtbar endgültig vorbei. Mark Zuckerberg, Gründer des Meta-Konzerns, zu dem Facebook, Instagram, WhatsApp, Threads und die KI Meta.AI gehören, hat sich neu erfunden. Neben Sprüchen auf seinen T-Shirts, die römische Feldherren zitieren, inszeniert sich Zuckerberg auf seiner eigenen Plattform Instagram als knallharter Kampfsportler und Patriot. Dabei präsentierte sich der Tech-Milliardär noch vor wenigen Jahren progressiv mit sozialliberalen Positionen, wie die ZDFinfo-Dokumentation "Mark Zuckerberg - Tech-Genie auf Trump-Kurs" zeigt. 2013 nahm Zuckerberg mit über 700 Facebook-Mitarbeitern an der Gay-Pride-Parade in San Francisco teil und setzte sich für eine Einwanderungsreform ein. Er achtete auf die Frauenquote und holte 2008 Sheryl Sandberg als Geschäftsführerin zu Facebook. Doch Mark Zuckerberg ist heute ein anderer. In einem Interview mit dem Podcaster Joe Rogan im Januar 2025 sagte er: Sehen Sie die Doku "Mark Zuckerberg - Tech-Genie auf Trump-Kurs" am 7. Januar um 1:15 Uhr bei ZDFinfo oder jederzeit im ZDF-Streaming-Portal. An den männlichen Kameradschaftsgeist hat auch US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf appelliert. Genauer: an den "Bro-Spirit". "Bro" steht für Bruder und ist ein gängiger Ausdruck für Männerfreundschaft. Kommt Macht hinzu, ist die Rede von der "Broligarchie". In dem Begriff verschmelzen die Wörter "Bro" und "Oligarchie", also eine Staatsform, in der eine kleine Gruppe die politische Herrschaft ausübt.
