Wie gut sind Unternehmen auf einen Blackout vorbereitet?
ZDF
Nach einem Anschlag ist in Teilen Berlins der Strom ausgefallen. Gerade kleine Unternehmen können bei Stromausfall nicht weiterarbeiten.
Nach einem Anschlag ist in Teilen Berlins seit Tagen der Strom ausgefallen. Gerade kleine Unternehmen können bei Stromausfall jedoch nicht weiterarbeiten. Ob Anschlag oder nicht - wenn der Strom ausfällt, so wie jetzt in Berlin, unvorbereitet und ganz plötzlich, würde auch in Köln nichts mehr gehen. Es wäre kalt und finster - fast überall. Während Kliniken, Feuerwehren und die Bundeswehr mit Notstromaggregaten ausgestattet sind, würde es in den Unternehmen dunkel. "Eine Aufrechterhaltung durch ein Notstromaggregat ist einfach viel zu teuer für uns. Das lohnt sich nicht", sagt Heribert Schamong, Kaffeeröster aus Köln. Dennoch schützt Schamong sich vor Angriffen auf das Stromnetz oder einem möglichen Blackout: "Ist der Strom weg, werden unsere Computer durch sogenannte USVs - eine unabhängige Stromversorgung - geschützt." Das sind Batterien, die den Rechner im Falle eines Stromausfalls langsam herunterfahren, ohne dabei den Verlust von Daten zu riskieren. Damit in der Kaffeerösterei die Kaffeebohnen nicht in der Rösttrommel verbrennen, würde diese per Hand weiterbetrieben, wenn der Strom ausfällt. "Sonst droht der Kaffee darin durch die Hitze zu verbrennen", erklärt Schamong. Auch große Unternehmen bereiten sich auf einen möglichen Blackout vor. Ein eigenes Stromkraftwerk, wie es beispielsweise bei VW steht, hat Coca-Cola in Deutschland nicht. Rettung im Falle eines Stromausfalls ist dennoch vorhanden.
