Nach Regierungssturz 2024: Bangladesch wählt neues Parlament
ZDF
In Bangladesch wählen die Menschen eine neue Regierung. Nach dem Fall von Ex-Ministerpräsidentin Sheikh Hasina 2024 sind die Hoffnungen groß.
In Bangladesch können heute fast 128 Millionen Menschen eine neue Regierung wählen. Nach dem Fall von Ex-Ministerpräsidentin Sheikh Hasina 2024 sind die Hoffnungen groß. In Bangladesch hat die Wahl zu einem neuen Parlament begonnen. Gut anderthalb Jahre nach dem Fall der damaligen Regierungschefin Sheikh Hasina gilt die vorgezogene Wahl auch als Test für einen geordneten demokratischen Übergang in dem Land in Südasien. Fast 128 Millionen Menschen sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die rechts der politischen Mitte stehende Nationalistische Partei Bangladeschs (BNP) geht zusammen mit ihren Partnern als Favoritin in die Wahl. Ihr Spitzenkandidat und aussichtsreicher Bewerber für das Amt des nächsten Regierungschefs ist Tarique Rahman, ein Sohn der früheren Ministerpräsidentin und langjährigen Hasina-Rivalin Khaleda Zia. Jüngste Umfragen deuteten jedoch an, dass es auf ein knappes Rennen mit der größten islamistischen Partei des Landes, Bangladesh Jamaat-e-Islami, und dem von ihr angeführten konservativ-religiösen Bündnis hinauslaufen könnte. Bei der Wahl geht es um die Verteilung von 350 Parlamentsmandaten. Von ihnen werden 300 direkt gewählt, 50 Sitze sind für Frauen reserviert. Mit der Wahl verbinden viele Menschen in dem rund 175 Millionen Einwohner zählenden Land die Hoffnung auf politische Stabilität und wirtschaftlichen Aufschwung. Ein wichtiges Thema im Wahlkampf war neben der öffentlichen Sicherheit, Arbeitsplätzen und anderen Wirtschaftsthemen auch die Bekämpfung der Korruption.













