Kartellgewalt wirft Schatten auf anstehende Fußball-WM
ZDF
Mexiko verspricht Sicherheit für die WM. Nach der Tötung von "El Mencho" warnen Experten: Die Lage ist instabil und Gewalt schwer kalkulierbar.
Mexiko verspricht Sicherheit für die WM. Doch nach der Tötung von "El Mencho" warnen zwei Experten gegenüber ZDFheute: Die Lage ist instabil und die Gewalt schwer kalkulierbar. Kann im Juni in Mexiko der Ball rollen? Diese Frage steht im Raum, etwa 100 Tage vor Beginn der Fußball-WM, die die USA und Kanada gemeinsam mit Mexiko ausrichten. In Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey werden insgesamt 13 Spiele ausgetragen. Bereits Ende März und Anfang April sollen in Guadalajara und Monterrey zudem jeweils zwei internationale Playoff-Partien zur Ermittlung der letzten beiden WM-Teilnehmer stattfinden. Nach der Tötung des Drogenbosses Nemesio "El Mencho" Oseguera Cervantes durch die Armee hatten mutmaßliche Bandenmitglieder in Teilen des Landes eine Welle der Gewalt ausgelöst. Inzwischen seien viele Barrikaden geräumt, Geschäfte wieder geöffnet, das öffentliche Leben normalisiere sich, erzählt Gewaltforscher David Coronado, der im Bundesstaat Jalisco, im Westen Mexikos lebt. Dennoch komme es weiterhin zu Auseinandersetzungen mit einem der mächtigsten und gewaltbereitesten Drogenkartelle Mexikos, dem CJNG (Cártel Jalisco Nueva Generación), berichtet Coronado gegenüber ZDFheute. In 20 der 32 mexikanischen Bundesstaaten habe sich das Kartell manifestiert.













