
DIW-Expertin warnt vor Milliarden-Grab für Steuerzahler
n-tv
Die Füllstände sinken, der Ruf nach einer staatlichen Gasreserve wird laut. Doch Energie-Expertin Franziska Holz warnt im Interview: Das Projekt könnte zur teuren Belastung für Steuerzahler werden. Außerdem biete allein der Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme dauerhaften Schutz vor fossilen Preisschocks.
Die Füllstände sinken, der Ruf nach einer staatlichen Gasreserve wird laut. Doch Energie-Expertin Franziska Holz warnt im Interview: Das Projekt könnte zur teuren Belastung für Steuerzahler werden. Außerdem biete allein der Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme dauerhaften Schutz vor fossilen Preisschocks.
ntv.de: In Deutschland herrscht ein strenger Winter. Die Füllstände der Speicher liegen inzwischen deutlich niedriger als in den Jahren zuvor. Wirtschaftsministerin Katharina Reiche betont, die Versorgung sei trotzdem gesichert. Teilen Sie diesen Optimismus?
Franziska Holz: Ich teile diese Einschätzung. Mit dem Mix aus verbleibenden Gasreserven in den Speichern, den laufenden Importen aus Norwegen und von Flüssigerdgas ist die Versorgung auch in den kommenden Wochen gesichert.
Wenn Sie eine Prognose für das Ende der Heizperiode wagen müssten: Wo wird der durchschnittliche Speicherstand Ende März voraussichtlich stehen?
Die Füllstände deutscher Gasspeicher variieren stark. Manche liegen bereits bei 5 Prozent, andere noch bei fast 50 Prozent. Im Mittel werden viele Speicherbetreiber und Lieferanten jedoch versuchen, die Bestände nicht zu stark absinken zu lassen. Denn je niedriger der Füllstand ist, desto schwieriger wird es, die Speicher wieder zu befüllen – nicht nur rechnerisch, sondern auch physikalisch. Ich gehe daher davon aus, dass wir im Durchschnitt nicht unter 10 Prozent fallen werden. Ein Absinken in Richtung Null halte ich für unwahrscheinlich. Das bleibt allerdings eine Prognose mit Unsicherheiten.













