
Nestlé-Chef baut Konzern nach Gewinnrückgang um
n-tv
Der Umsatz schrumpft, die Rohstoffkosten steigen: Nestlé-Chef Philipp Navratil setzt künftig auf weniger Sparten und will mehr Geld in Marketing stecken. Das hat auch Folgen für zahlreiche Mitarbeiter weltweit.
Der Umsatz schrumpft, die Rohstoffkosten steigen: Nestlé-Chef Philipp Navratil setzt künftig auf weniger Sparten und will mehr Geld in Marketing stecken. Das hat auch Folgen für zahlreiche Mitarbeiter weltweit.
Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé baut um und will sich künftig auf die vier Kernbereiche Kaffee, Tierfutter, Ernährung und Gesundheit sowie Lebensmittel und Snacks konzentrieren. Die bisherigen Bereiche Ernährung (Nutrition) und Gesundheit (Health Science) werden dabei künftig zu einer Einheit zusammengefasst, wie der Konzern mitteilte. Damit will der neue Nestlé-Chef Philipp Navratil das Geschäft vereinfachen.
Bislang ist Nestlé primär nach Regionen organisiert, zusätzlich gliedert sich der Konzern in sechs sogenannte strategische Geschäftseinheiten. Daneben bestehen drei global geführte Sparten, darunter Nespresso, Health Science und das zum Verkauf stehende Wassergeschäft. Nestlé befinde sich in fortgeschrittenen Verhandlungen zur Veräußerung des verbleibenden Speiseeisgeschäfts an Froneri, teilte der Konzern zudem mit.
Navratil will künftig mehr Geld in Marketing und Innovationen stecken. Das Geld soll aus dem laufenden Sparprogramm kommen. Der Manager hatte kurz nach seinem Einstand im Oktober einen großen Stellenabbau angekündigt. In den nächsten zwei Jahren sollen weltweit etwa 16.000 Jobs wegfallen, was fast sechs Prozent der knapp 280.000 Stellen im Konzern entspricht. Mit dem Stellenabbau sollen bis Ende 2027 jährliche Einsparungen von rund einer Milliarde Franken erzielt werden. 20 Prozent dieser Einsparungen seien bereits erreicht worden, hieß es nun.
Ein schrumpfender Umsatz und höhere Rohstoffkosten haben Nestlé 2025 erneut einen Gewinnrückgang eingebrockt. Unter dem Strich verdiente der Hersteller von Nespresso, Maggi und KitKat 9,0 Milliarden Franken (rund 9,9 Milliarden Euro), ein Minus von 17 Prozent.

Die Debatte um die Rente mit 70 verschärft sich. Während Ökonomen vor einer massiven Finanzierungslücke durch die Babyboomer warnen, bleibt die Frage der sozialen Umsetzbarkeit offen. Experten fordern nun flexible Modelle und bessere Anreize, um das Rentensystem langfristig vor dem Kollaps zu bewahren.












