
Preisschock bei Salatgurken macht Russen wütend
n-tv
Der Angriffskrieg gegen die Ukraine belastet den russischen Staatshaushalt massiv. Um neue Milliarden einzutreiben, erhöht der Kreml die Mehrwertsteuer. Nun kommen auch noch massive Preiserhöhungen für Salatgurken hinzu. In sozialen Netzwerken entlädt sich die Wut.
Der Angriffskrieg gegen die Ukraine belastet den russischen Staatshaushalt massiv. Um neue Milliarden einzutreiben, erhöht der Kreml die Mehrwertsteuer. Nun kommen auch noch massive Preiserhöhungen für Salatgurken hinzu. In sozialen Netzwerken entlädt sich die Wut.
Ein drastischer Preisanstieg bei Salatgurken sorgt in Russland für Unmut in der Bevölkerung und ruft die Politik auf den Plan. Amtlichen Statistiken zufolge haben sich die Preise seit Dezember verdoppelt und liegen nun bei durchschnittlich gut 300 Rubel (3,60 Euro) pro Kilogramm. In den sozialen Medien kursieren Bilder von Preisen, die teils das Zwei- oder Dreifache betragen. Unter dem Druck von Politikern, die in diesem Jahr vor Parlamentswahlen stehen, hat die Kartellbehörde Produzenten und Einzelhändler zu einer Stellungnahme aufgefordert.
Der Fraktionschef der Partei Gerechtes Russland in der Duma, Sergej Mironow, sprach von einer neuen "Delikatesse" in den Läden. Das Landwirtschaftsministerium habe die hohen Preise mit der Saisonalität begründet. "Dieselbe Erklärung benutzten sie für die 'goldenen' Kartoffeln im letzten Jahr, und jetzt sind es 'vergoldete' Gurken", sagte Mironow. "Was sollen die Leute tun? Einfach akzeptieren, dass sie sich die grundlegendsten Lebensmittel nicht leisten können?"
Der Preisschock fällt mit einem allgemeinen Preisanstieg von 2,1 Prozent seit Jahresbeginn zusammen. Die Regierung hat die Mehrwertsteuer im Januar angehoben, da der seit fast vier Jahren anhaltende Krieg gegen die Ukraine für Löcher im Staatshaushalt sorgt.
Die Preise für Gurken übersteigen mittlerweile die für importiertes Obst wie Bananen. Einige Supermärkte in Sibirien begrenzen die Abgabemenge pro Kunde. Mironows Partei und die Kommunisten haben vorgeschlagen, die Aufschläge der Einzelhändler auf Grundnahrungsmittel zu deckeln.

Die Debatte um die Rente mit 70 verschärft sich. Während Ökonomen vor einer massiven Finanzierungslücke durch die Babyboomer warnen, bleibt die Frage der sozialen Umsetzbarkeit offen. Experten fordern nun flexible Modelle und bessere Anreize, um das Rentensystem langfristig vor dem Kollaps zu bewahren.












