
Insider: DB Cargo will bis 2030 mehrere Tausend Stellen streichen
n-tv
Der Druck auf die Krisentochter der Deutschen Bahn wächst spürbar. Der neue Cargo-Chef muss an einem Sanierungskonzept arbeiten. Ein Insider enthüllt nun, wie stark es die Beschäftigten treffen soll.
Der Druck auf die Krisentochter der Deutschen Bahn wächst spürbar. Der neue Cargo-Chef muss an einem Sanierungskonzept arbeiten. Ein Insider enthüllt nun, wie stark es die Beschäftigten treffen soll.
Die Deutsche Bahn will in der krisengeplagten Frachtsparte DB Cargo Tausende Stellen streichen. Ziel sei es, im Jahr 2030 noch rund 8000 Beschäftigte zu haben, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen. Aktuell hat das defizitäre Unternehmen rund 14.000 Mitarbeiter. Die Bahn wollte sich nicht zu den Informationen äußern.
Der neue Cargo-Chef Bernhard Osburg feilt derzeit am Sanierungskonzept. Dieses dürfte auch einen Stellenabbau umfassen. Die Dimension ist aber noch offen. Ein Sprecher der Bahn sagte noch vor wenigen Tagen auf Anfrage, die Größenordnung von 8000 Stellen sei falsch. "Der Entwurf eines tragfähigen Sanierungsgutachtens für die DB Cargo ist derzeit in der Entscheidungsphase." Zunächst müssten Vorstand und Aufsichtsrat von Tochter und Holding sowie der Bund als Eigentümer darüber beraten und einen Beschluss fassen. "Danach beginnen Verhandlungen mit der Interessenvertretung zur konkreten Umsetzung. Diesen Schritten können wir nicht vorgreifen."
Die Bahn bietet Cargo-Mitarbeitern in der Regel einen anderen Job innerhalb des Konzerns an. Osburg hatte kurz vor Weihnachten gesagt, mit der Unternehmensberatung Oliver Wyman habe ein externer und unabhängiger Gutachter bestätigt, dass die vorläufigen Pläne des Managements in die richtige Richtung gingen. Unter diesen Bedingungen sei die Wende möglich.
Auf Druck der EU-Kommission, die übermäßige staatliche Subventionen verhindern soll, ist DB Cargo verpflichtet, bis Ende 2026 profitabel zu werden. Denn der Mutterkonzern darf die Verluste der Tochter nicht mehr ausgleichen.

Die Debatte um die Rente mit 70 verschärft sich. Während Ökonomen vor einer massiven Finanzierungslücke durch die Babyboomer warnen, bleibt die Frage der sozialen Umsetzbarkeit offen. Experten fordern nun flexible Modelle und bessere Anreize, um das Rentensystem langfristig vor dem Kollaps zu bewahren.












