Zug-Entgleisung in Spanien: Zahl der Toten steigt
ZDF
Nach dem Zugunglück in Spanien steigt die Zahl der Toten weiter. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge entgleisten und kollidierten in Andalusien.
In Spanien sind zwei Hochgeschwindigkeitszüge entgleist und kollidiert. Inzwischen wurden 41 Tote bestätigt. Die Behörden rechnen mit weiteren Opfern. Die spanischen Behörden befürchten bis zu 43 Tote bei dem schweren Zugunglück vom Sonntagabend in Andalusien bei Córdoba. Es lägen 43 Vermisstenanzeigen vor, sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska dem staatlichen TV-Sender RTVE in der Nacht zu Dienstag. 40 Tote waren zu diesem Zeitpunkt geborgen worden. Bis zum Morgen konnte ein weiterer Toter aus den Trümmern geborgen werden, womit die Zahl der bestätigten Todesopfer nach Polizeiangaben auf 41 stieg. Von den mehr als 170 Verletzten schwebt Medienberichten zufolge niemand mehr in Lebensgefahr. Der regionale Regierungschef Andalusiens, Juanma Moreno, sagte bei einer Pressekonferenz, in den kommenden 24 bis 48 Stunden "werden wir mit Sicherheit wissen, wieviele Todesfälle es bei diesem schrecklichen Unfall gab". Fünf der als vermisst gemeldeten Menschen konnten den spanischen Behörden zufolge bereits unter den Todesopfern identifiziert werden. Rettungskräfte versuchten derweil weiterhin, möglicherweise unter den stark beschädigten Waggons eingeklemmte Leichen zu bergen. Laut Moreno ist es "leider durchaus möglich, dass sich unter den Trümmern weitere Opfer befinden". Es komme daher schweres Gerät zum Einsatz, um die am schwersten beschädigten Waggons anzuheben. Ziel sei es, "die Opfer so schnell wie möglich zu identifizieren". Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Leider müssen wir davon ausgehen, dass sich auch deutsche Staatsangehörige unter den Betroffenen befinden. Über die Anzahl gibt es derzeit noch keine verlässlichen Angaben." Man stehe mit den Behörden im engen Austausch, um Aufklärung zu betreiben. "Alles ist vollkommen zerstört", sagte der Feuerwehrchef der Provinz Córdoba, Francisco Carmona, dem Sender TVE. Die Einsatzkräfte haben Schwierigkeiten, zu den Verletzten vorzudringen. "Das Problem ist, dass die Waggons verbogen sind, und die Menschen stecken fest", sagt Carmona.













