Musks Chatbot Grok schränkt sexualisierte KI-Bilder ein
ZDF
Wegen KI-generierter Bilder von Personen in knapper Kleidung erntete Elon Musks Chatbot Grok heftige Kritik. Nun hat das Unternehmen reagiert.
Mit dem KI-Chatbot Grok ließen sich sexualisierte Bilder realer Menschen erstellen. Nach Druck auch aus Großbritannien hat das Unternehmen reagiert. Keir Starmer dürfte aufatmen. Den reichsten Menschen der Welt in die Knie zu zwingen, ist nicht leicht. Und so täte Großbritanniens Premierminister gut daran, diesen Sieg gegen Elon Musk innenpolitisch möglichst auszuschlachten: "Ich habe ein Update für Sie", verkündete Keir Starmer gestern bei der wöchentlichen Fragestunde im Parlament. "Ich wurde heute Morgen darüber informiert, dass sich X bewegt und sich nun vollständig an die Gesetze Großbritanniens halten wird." Später wurde klar, was das konkret heißt: Musks Chatbot Grok, den der Tech-Milliardär in seine Social Media-Plattform X integriert hatte, wird es Nutzern ab sofort nicht mehr ermöglichen, sexualisierte KI-Bilder von realen Personen zu erstellen. In Regionen wie Großbritannien, wo das illegal ist, wird das Erzeugen solcher Fake-Bilder auch durch Geoblocking verhindert. Musks Firma xAI beugt sich somit der heftigen internationalen Kritik und auch dem Druck aus London. Bislang erlaubte Grok den Nutzern der Plattform X, vor allem Frauen auf Fotos mit einem kurzem Befehl und ein paar Klicks "virtuell auszuziehen" und sie in Bikini, Unterwäsche oder aufreizenden, gar pornografischen, Posen zu zeigen und die Bilder automatisch auf X zu veröffentlichen. Über den Jahreswechsel machten Nutzer davon massenhaft Gebrauch - und zwar meist ohne die Zustimmung der Betroffenen. Schlimmer noch: Auch anzügliche Bilder von Kindern wurden auf diese Weise erstellt. "Wir wissen mittlerweile, was Nutzer mit solchen Tools machen. Man kann sich also nicht mit Naivität herausreden", kritisiert Dan Sexton von der Organisation Internet Watch Foundation, die die Verbreitung von Online-Material mit sexuellem Missbrauch von Kindern verhindern will. Musk ließ seinen Chatbot wissentlich Grenzen überschreiten und sorgte damit für einen internationalen Skandal. Am Wochenende blockten erst Indonesien und Malaysia den Zugang zu Grok. Auch die britische Medienaufsicht leitete eine Untersuchung ein, London drohte ebenfalls mit Sperrung des Programms. Musk warf der Regierung daraufhin faschistisches Vorgehen und die Beschneidung der Meinungsfreiheit vor.













