Tödlicher Anschlag auf Verdi-Demo: Angeklagter vor Gericht
ZDF
Bei dem Anschlag in München auf eine Verdi-Demo werden zwei Menschen getötet und 44 verletzt. Der mutmaßliche Täter steht nun vor Gericht.
Der Anschlag auf eine Verdi-Demo versetzte München vor knapp einem Jahr einen Schock. Zwei Menschen starben, 44 wurden verletzt. Nun steht der mutmaßliche Täter vor Gericht. Den Vormittag des 13. Februar 2025 wird Claudia Weber nie vergessen. Die Geschäftsführerin der Gewerkschaft Verdi München wartet damals am Königsplatz auf den Demonstrationszug, als sie die Nachricht erreicht: Ein Mini Cooper ist in das Ende der Menschenmenge gefahren. Eine Hoffnung, die sich nicht erfüllt: eine 37-jährige Frau und ihre zweijährige Tochter erliegen wenig später ihren Verletzungen. 44 weitere Menschen werden teils schwer verletzt, einige kämpfen noch heute mit den Folgen. Noch am Tatort nimmt die Polizei den damals 24-jährigen Fahrer des cremefarbenen Kleinwagens fest. Es handelt sich um den afghanischen Staatsangehörigen Farhad N. Laut eigener Angaben war er im Dezember 2016 nach Deutschland gekommen. Sein Asylantrag wurde zwar abgelehnt, doch er erhält von der Stadt München ein vorläufiges Aufenthaltsrecht, das mehrmals verlängert wird. Ermittler und Staatsanwaltschaft bewerten die Tat als gezielten Anschlag. Die Bundesanwaltschaft übernimmt den Fall und geht davon aus, dass Farhad N. aus einer übersteigerten religiösen Motivation heraus gehandelt hat. Wörtlich formuliert sie das in ihrer Anklage so:













