
Wirtschaftsweise will Rente an Inflation koppeln
n-tv
Veronika Grimm beklagt, die neue Bundesregierung drücke sich um eine Lösung fürs Rentensystem. Die Ökonomin verlangt nicht nur einen späteren Renteneintritt.
Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm fordert energische Maßnahmen, um das Rentensystem dauerhaft zu sichern. Die neue Bundesregierung habe sich hier im Koalitionsvertrag zum Teil um Lösungen herumgedrückt, es würden dauernd Scheinlösungen diskutiert, beklagte Grimm im Deutschlandfunk. Im Koalitionsvertrag hatten Union und SPD die Einsetzung einer Rentenkommission vereinbart, die Vorschläge für Reformen machen soll.
Aus ihrer Sicht müsste das Renteneintrittsalter an die längere Lebenserwartung angepasst werden. Das müsse nicht gleich drastisch erfolgen, sondern ungefähr um ein Jahr alle zehn Jahre. Das Verhältnis von Rentenbeziehern und Erwerbstätigen wäre dann ausgewogener. Derzeit liegt das gesetzliche Renteneintrittsalter bei 67 Jahren.
