
Commerzbank-Chefin weiß nicht, "was Unicredit eigentlich will"
n-tv
Im Herbst 2024 steigt die Unicredit bei der Commerzbank ein. Das Ziel der italienischen Großbank ist bekannt: Sie möchte das deutsche Geldhaus final übernehmen. Wie genau soll das geschehen? Was ist der Plan für die Zeit danach? Commerzbank-Chefin Orlopp sagt: "Bis heute sind wir im Unklaren."
Im Herbst 2024 steigt die Unicredit bei der Commerzbank ein. Das Ziel der italienischen Großbank ist bekannt: Sie möchte das deutsche Geldhaus final übernehmen. Wie genau soll das geschehen? Was ist der Plan für die Zeit danach? Commerzbank-Chefin Orlopp sagt: "Bis heute sind wir im Unklaren."
Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hat das Übernahmeangebot der italienischen Großbank Unicredit kritisiert und zugleich die Eigenständigkeit der Commerzbank bekräftigt. Die Bank habe "in den vergangenen 18 Monaten nicht verloren, sondern gewonnen" und großen Wert für Aktionäre, Kunden und Mitarbeitende geschaffen, sagte Orlopp im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Zugleich warf sie Unicredit-Chef Andrea Orcel mangelnde Transparenz und wechselnde Begründungen für das Vorhaben vor. "Bis heute sind wir im Unklaren, was Unicredit eigentlich will."
Orlopp zufolge ist die Commerzbank gesprächsbereit, sie verlangt aber ein klares Konzept: "Wenn jemand anklopft und sagt, ich habe eine Idee, dann darf man doch erwarten, dass er auch sagt, wie die Idee aussieht."
Zudem warnt die Commerzbank-Chefin vor den Folgen der von Unicredit angestrebten Kosten-Ertragsquote von 35 Prozent. Das sei nur möglich mit einem Personalabbau von zwei Dritteln, sagt Orlopp. "Anders kommt man nicht auf eine Kostenquote von 35 Prozent. Da kann man nicht behaupten, ein Personalabbau sei aus der Luft gegriffen. Das funktioniert nicht".
Die Kosten-Ertragsquote besagt, wie viel Prozent der Erträge einer Bank durch ihre Kosten aufgezehrt werden: Je niedriger der Wert ist, desto effizienter arbeitet das Institut.













