
Windkraftbranche stärkt Siemens Energy den Rücken
n-tv
Seit vielen Jahren kämpft Siemens Gamesa mit der Qualität seiner Windkraftturbinen. Vergangene Woche schickt eine neue von Konzernmutter Siemens Energy den Aktienkurs in den Sturzflug. Die großen Kunden allerdings reagieren gelassen auf die Hiobsbotschaft.
Der Karlsruher Energiekonzern EnBW hat bislang keine Probleme mit seinen Windkraftanlagen des kriselnden spanischen Turbinenherstellers Siemens Gamesa festgestellt. Derzeit habe EnBW zwei Onshore-Turbinen von Gamesa in seinem Windpark Ober-Ramstadt in Betrieb, teilt der Konzern mit. Es gebe keine Probleme mit der Qualität. Auch stehe EnBW zu dem Thema bisher nicht in Kontakt mit Gamesa.
Siemens Gamesa - eine Tochter des Energiekonzerns Siemens Energy - kämpft seit Jahren mit Mängeln in der Produktion. Vergangene Woche hatte Siemens Energy eingeräumt, dass diese schwerwiegender sein könnten als bislang angenommen und daher seine Prognosen für das Jahr 2023 gestrichen. An der Börse brach der Aktienkurs von Siemens Energy daraufhin um 35 Prozent ein.
Nach Angaben des Unternehmens kann es bei Onshore-Windturbinen Fehler bei den Komponenten geben und Fehler im Design der Anlagen. Insgesamt könnten weltweit 15 bis 30 Prozent der bereits installierten Windturbinen betroffen sein, teilte Siemens Energy mit. Es drohen Reparaturkosten und Entschädigungen in Milliardenhöhe. Diese könnten im schlimmsten Fall die Marke von fünf Milliarden Euro überschreiten, schätzen die Experten der UBS.
