Wie geht's weiter mit Paypal?
ZDF
Übernahmegerüchte durch Stripe rücken Paypal in den Fokus. Dazu kommen schlechte Prognosen für 2026, verfehlte Umsätze und immer mehr Konkurrenz.
Paypal ist bei vielen Kunden beliebt. Doch die wirtschaftlichen Prognosen für 2026 sind unsicher. Wo die Probleme liegen. Welche Vorteile eine Übernahme durch Stripe haben könnte. Was haben das Abschiedsgeschenk für den Kollegen, der Kauf eines Bustickets und die Spende für eine Hilfsorganisation gemeinsam? Die Bezahlung über den blauen Button von Paypal. Es geht so schön schnell und einfach. Das finden insgesamt rund 7,6 Millionen Nutzer in Deutschland. Fast 30 Prozent aller Online-Umsätze laufen über den blauen Button von Paypal. Doch Paypal, einst der Prototyp des digitalen Bezahlens, hat in den vergangenen Jahren massiv an Boden verloren: durch schwache Quartalszahlen, eine unsichere Prognose für 2026 und verfehlte Umsatzerwartungen. Dazu kommt zunehmende Konkurrenz durch Apple Pay und Google Pay. Daher ließ ein kurzfristiger Kursanstieg von 6,7 Prozent beim US-Zahlungsanbieter, den die Börse Ende Februar verzeichnete, aufhorchen. Der Grund: Übernahmegerüchte durch den US-Fintechkonzern Stripe. "Paypal schwächelt und deswegen wird Paypal jetzt interessant für alle möglichen Akteure", beobachtet Barbara Brandl, Wirtschaftssoziologin an der Goethe-Universität Frankfurt. Das gelte für Stripe, aber Brandl zufolge auch für Kreditkartenunternehmen wie Visa oder Mastercard. "Der Wettbewerb und die Gewinnmargen sind extrem hoch im Zahlungsverkehr." Paypals Versäumnis sei, so Brandl, rechtzeitig auf den Hype von Kryptozahlung oder "Buy Now, Pay Later" (Kauf jetzt, zahl später) aufzuspringen, mit dem beispielsweise Klarna und Afterpay groß geworden sind. Paypal habe dadurch möglicherweise eine Gewinnchance liegen gelassen.













