Jagd auf Meteoritenteile: "Ich habe vielleicht 20 Gramm"
ZDF
Der Meteoriteneinschlag in Koblenz hat auch Hobby-Forscher mobilisiert. Ein Meteoritenjäger reiste eilig an, um seltene Fragmente zu finden.
Der Meteoriteneinschlag in Koblenz hat auch Hobby-Forscher mobilisiert. Ein Meteoritenjäger reiste eilig an, um seltene Fragmente des Himmelskörpers zu finden. Einschläge von Meteoriten wie in Koblenz am Sonntagabend beschäftigen nicht nur Wissenschaftler - auch eine weltweite Gemeinschaft von Meteoritenjägern fiebert dem seltenen Phänomen entgegen. In aller Eile brechen diese Begeisterten zu teils langen Reisen zum Ort des Einschlags auf. In Koblenz etwa gehörte der Franzose Thierry Monter aus der Grenzstadt Thionville zu den Ersten, die sich noch im Dunkeln auf Spurensuche machten. "Zunächst einmal hat man als Meteoritenjäger ein Netzwerk, das man sich über die Jahre aufgebaut hat", erzählt er. Mindestens drei oder vier Nachrichten habe er zu dem Einschlag in Koblenz erhalten, nur zwei, drei Stunden Fahrzeit entfernt. "Also bin ich in mein Auto gesprungen und kam gegen zwei oder drei Uhr morgens an." Normalerweise starte er vor Ort mit einer Erkundung, das sei eine langwierige Arbeit. "Ich hatte zumindest den Namen der Straße. Also bin ich die ganze Straße abgelaufen und habe mich nach beiden Seiten umgesehen, um zu sehen, ob ich Spuren von zerbrochenen Dachziegeln finden und das Haus identifizieren konnte." Oft sammelten Feuerwehrleute, Polizisten und Privatleute Meteoritenteile ein, übersähen aber immer etwas, sagt Monter. "Es bleiben Fragmente zurück, es bleiben Teile zurück." Deshalb müsse man schnell sein, ehe Menschen unbedarft auf die Reste des Meteoriten treten und diese beschädigen.













