Porsche-Gewinn um mehr als 90 Prozent eingebrochen
ZDF
Die Krise bei Porsche hat 2025 zu einem Gewinneinbruch von über 90 Prozent geführt. Auch 2026 rechnet der Konzern mit Herausforderungen.
Das Pferd lahmt: Die Krise bei Porsche hat im vergangenen Jahr zu einem Gewinneinbruch von über 90 Prozent geführt. Auch 2026 rechnet der Sportwagenbauer mit Herausforderungen. Die Milliardenkosten für die Verbrenner-Verlängerung haben den Gewinn des Sportwagenbauers Porsche 2025 größtenteils aufgezehrt. Das Ergebnis nach Steuern brach im Vergleich zum Vorjahr um 91,4 Prozent auf 310 Millionen Euro ein, wie der Konzern mitteilte. 2024 hatten die Stuttgarter unter dem Strich noch fast 3,6 Milliarden Euro verdient. Der Umsatz sank im vergangenen Jahr um fast ein Zehntel auf rund 36,3 Milliarden Euro. Hatte sich schon 2024 ein scharfer Gegenwind für die Schwaben angedeutet, kam es im vergangenen Jahr noch dicker. Die Geschäfte in China stockten, die Zölle in den USA kosteten viel Geld und die Elektro-Modelle des Unternehmens fanden deutlich weniger Anklang als erwartet. Ex-Porsche-Chef Oliver Blume krempelte daher vor seinem Abgang noch die Strategie um - mehr Verbrenner im Angebot sollen wieder Schub geben. Doch die Kehrtwende kostet erst einmal richtig Geld. Allein dafür fielen rund 2,4 Milliarden Euro an. Zusätzlich belasteten die Abwicklung der Batterie-Tochter mit rund 700 Millionen Euro und die US-Zölle mit etwa demselben Betrag. Insgesamt ergibt das demnach Sonderkosten von rund 3,9 Milliarden Euro. Der operative Gewinn sackte um 92,7 Prozent auf 413 Millionen Euro ab. Im Autogeschäft - also ohne Finanzdienstleistungen - lag der operative Gewinn sogar lediglich bei 90 Millionen Euro. 2024 waren es noch rund 5,3 Milliarden Euro, wie aus der Bilanz der Konzernmutter Volkswagen hervorgeht.













