Mit KI und Asphaltkocher gegen kaputte Straßen
ZDF
Der Winter hat Deutschlands Straßen zugesetzt. Kommunen setzen auf KI zur Schadenserkennung und heißen Asphalt, um Schlaglöcher zu stopfen.
Frost und Tauwetter im Wechsel - der Winter hat Deutschlands Straßen zugesetzt. Einige Kommunen setzen auf KI zur Schadenserkennung und heißen Asphalt, um Schlaglöcher zu stopfen. Es gab einen Knall, das Auto sackte kurz ab, Sonja Fels war erschrocken. Sie bog auf einen Parkplatz ab und sah die Bescherung: der rechte Vorderreifen platt, die Felge beschädigt. Sonja Fels war in Düsseldorf in ein tiefes Schlagloch gefahren. Sie machte von dem Loch ein paar Fotos. "Während ich da stand, rumpelten weitere Autos hinein. Einem Wagen passierte das Gleiche, der hatte dann auch einen platten Reifen." Sie postete ihre Fotos auf Facebook - prompt meldeten sich sechs Betroffene: Sie alle hatten an dieser Stelle ihr Auto kaputtgefahren. Der lange Winter mit häufigem Wechsel zwischen Minus- und Plusgraden hat das Schlagloch-Problem auf deutschen Straßen verschärft. Das Problem: Tagsüber bei Plusgraden kann Niederschlag durch kleine Risse in den Straßenbelag eindringen. Nachts bei Minusgraden gefriert dieses Wasser, das Eis dehnt sich aus. "Tagsüber geht der Frost wieder raus, es bleiben Löcher zurück", sagt Olaf Neef von den Mönchengladbacher Straßenbetrieben. In Mönchengladbach sind sie mit mehreren Trupps beschäftigt, die Löcher zu stopfen. Sie setzen dabei auch auf eine neuartige Methode: Ein "Gussasphaltkocher" erhitzt das Material auf 230 Grad Celsius, dann wird es wie flüssiger Klebstoff in die Löcher gegossen. Straßenbaumeister Tim Wagner fährt mit seinen Kollegen durch die Straßen und flickt:













