Wie Europa sich atomar schützen kann
ZDF
Angespannte Beziehungen zu Russland und zu den USA als Nato-Partner zwingen Europa laut Expertin zu neuen Wegen in der Abwehr atomarer Bedrohung.
Russlands Bedrohung und Zweifel am Schutzversprechen der USA lassen Europas nukleare Abschreckung brüchig wirken. Welche Möglichkeiten Europa noch bleiben. Präsident Emmanuel Macron hat am Montag eine Rede zu Frankreichs nuklearer Abschreckung gehalten. Dabei ging es auch um die Frage, ob diese auf andere Länder Europas ausgeweitet werden soll. Nicht alle Länder Europas halten das für eine gute Idee. Macron kündigte etwa eine engere Zusammenarbeit und gemeinsame Militärübungen mit Deutschland an. Die Politikwissenschaftlerin und Verteidigungsexpertin Claudia Major erklärt, welche Bedeutung nukleare Abschreckung für Europa hat. ZDFheute: Frau Major, warum ist nukleare Abschreckung so zentral für die Nato? Claudia Major: Nukleare Abschreckung ist ein Kernelement der Nato. Die Idee von Abschreckung ist, dem Gegenüber zu signalisieren, dass die Kosten eines Angriffes viel höher wären als die Gewinne, die sich der Angreifer erhofft, und dass es sich daher nicht lohnt. Abschreckung, wenn sie funktioniert, ist eine Kriegsverhinderungsstrategie, weil man dem Gegenüber signalisiert, dass sich ein Angriff nicht lohnt.













