
Was ist Amyotrophe Lateralsklerose, kurz ALS?
n-tv
ALS trifft meist Menschen mitten im Leben. Die unheilbare Krankheit führt nach und nach zu Muskelschwund, Lähmungen und Atemproblemen. Eine frühe Diagnose und die anschließende Therapie können den Verlauf verlangsamen.
ALS trifft meist Menschen mitten im Leben. Die unheilbare Krankheit führt nach und nach zu Muskelschwund, Lähmungen und Atemproblemen. Eine frühe Diagnose und die anschließende Therapie können den Verlauf verlangsamen.
Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine seltene, fortschreitende Nervenerkrankung, bei der die Nervenzellen im Gehirn und im Rückenmark geschädigt werden, die für die Steuerung der Muskulatur zuständig sind. Das führt dazu, dass die motorischen Neuronen absterben. Dadurch erreichen willentliche Nervenimpulse die Muskeln nicht mehr zuverlässig. Die Folgen sind Muskelabbau, feine Zuckungen und eine Mischung aus Muskelschwäche und erhöhter Muskelsteifigkeit.
Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu zunehmenden Lähmungen, Schluck-, Sprech- und schließlich Atemproblemen. Betroffene bleiben in der Regel bei geistiger Klarheit, während der Körper mehr und mehr an Kraft verliert. Die durchschnittliche Überlebenszeit beträgt zwischen zwei und fünf Jahre nach Symptombeginn.
Die unheilbare Erkrankung beginnt oft schleichend, typischerweise zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr. Insgesamt trifft es häufiger Männer als Frauen, vor allem in jüngeren Jahren. Auffällig werden zunächst kleine Ausfälle: Die Handschrift wird unsauber, der Schlüssel lässt sich im Türschloss nur schwer drehen oder Betroffene stolpern häufiger, weil der Fuß nicht mehr richtig angehoben werden kann.
Eine Reihe von Patienten und Patientinnen bemerkt unwillkürliche Muskelzuckungen in Händen oder Waden sowie nächtliche Muskelkrämpfe. Bei manchen steht am Anfang eine verwaschene Sprache oder Probleme beim Schlucken, weil auch die Muskulatur von Zunge und Rachen geschwächt ist. Später kommen Probleme beim Atmen hinzu.













