
Möglicher Ursprung des Affenpockenvirus entdeckt
n-tv
Forscher weisen erstmals nach, wie das Affenpockenvirus in der Wildnis überspringt. Ein kleines Nagetier gilt als wahrscheinlicher Ursprung der Infektionskette. Genetische Spuren in Affenkot spielten dabei eine entscheidende Rolle.
Forscher weisen erstmals nach, wie das Affenpockenvirus in der Wildnis überspringt. Ein kleines Nagetier gilt als wahrscheinlicher Ursprung der Infektionskette. Genetische Spuren in Affenkot spielten dabei eine entscheidende Rolle.
Der Ursprung von Infektionskrankheiten liegt oft im Dunkeln - beim Auslöser der Corona-Pandemie ist bis heute nicht geklärt, woher das Virus ursprünglich stammt. Bei einigen Krankheitserregern weiß man mittlerweile zwar mehr, etwa bei der Pest. Nun will ein Forschungsteam auch den Ursprung der Affenpocken lokalisiert haben.
In einer im Fachmagazin "Nature" veröffentlichten Studie machen die Forscherinnen und Forscher das sogenannte Feuerfußhörnchen (Funisciurus pyrropus) als wahrscheinliches natürliches Reservoir für das Affenpockenvirus aus, das die Krankheit Mpox auslösen kann. Diese Nagetiere zählen zur Familie der Hörnchen und kommen in West- und Zentralafrika vor.
Die Entdeckung basiert auf der detaillierten Untersuchung eines Mpox-Ausbruchs unter Affen der Art Rußmangabe im Taï-Nationalpark in der Elfenbeinküste. Das Forschungsteam dokumentierte damit erstmals die Übertragung von Mpox zwischen Arten in freier Wildbahn - von Feuerfußhörnchen auf Rußmangaben.
Mpox ist eine zoonotische Infektionskrankheit, wird also vom Tier auf den Menschen übertragen. Beim Menschen kann sie zu schweren Krankheitsverläufen führen. In West- und Zentralafrika kommt es laut den Autoren der Studie regelmäßig zu Übertragungen von Wildtieren auf Menschen. Einige dieser sogenannten "Spillover-Ereignisse" hätten in jüngerer Zeit große globale Ausbrüche ausgelöst, die anschließend durch Mensch-zu-Mensch-Übertragung aufrechterhalten wurden.













