
Verstorbener Val Kilmer spielt dank KI in neuem Film mit
n-tv
"Top Gun"-Star Val Kilmer ist im vergangenen Jahr gestorben. Dennoch wird er nun in einem neuen Film mitspielen, für den er nie vor der Kamera stand - dank Künstlicher Intelligenz.
"Top Gun"-Star Val Kilmer ist im vergangenen Jahr gestorben. Dennoch wird er nun in einem neuen Film mitspielen, für den er nie vor der Kamera stand - dank Künstlicher Intelligenz.
Der 2025 verstorbene Hollywood-Star Val Kilmer wird im Film "As Deep as the Grave" zu sehen sein - obwohl er zu Lebzeiten keine einzige Szene für das Archäologie-Drama abgedreht hat. Regisseur und Drehbuchautor Coerte Voorhees hatte die Figur des Father Fintan, eines katholischen Priesters mit indigenen Wurzeln und spiritueller Ader, in dem lang geplanten Film ganz bewusst auf Kilmer zugeschnitten. Doch der Schauspieler, der damals bereits seit Jahren gegen Kehlkopfkrebs kämpfte, war zu krank, um das Set auch nur zu betreten.
Aber Kilmer sei "der Schauspieler, den ich für diese Rolle wollte" gewesen, erklärte Voorhees laut "Variety": "Wir hatten ihn auf dem Drehplan, er war bereit. Aber medizinisch durchlebte er eine wirklich, wirklich schwere Zeit." Und so verstarb sein Wunschkandidat, ohne eine einzige Szene gedreht zu haben.
Was folgte, ist in der Filmgeschichte bislang ohne Beispiel: Voorhees hat Kilmer mithilfe modernster generativer KI-Technologie dennoch in den Film integriert - und das nicht als Randfigur, sondern in einem, wie es heißt, "bedeutenden Teil" des fertigen Werks. Dafür wurden sowohl ältere Aufnahmen des Schauspielers verwendet, von denen viele von Kilmers Familie zur Verfügung gestellt wurden, als auch Material aus seinen letzten Lebensjahren. So wird sein Charakter Father Fintan in verschiedenen Lebensphasen sichtbar.
Auch Kilmers Stimme, die durch einen Luftröhreneingriff in seinen späteren Jahren schwer angeschlagen war, findet Verwendung. Dieser Umstand verleiht dem Projekt eine fast schon gespenstische Parallele: Die Filmfigur Father Fintan leidet an Tuberkulose - eine Erkrankung, die seine Stimme in Mitleidenschaft zieht, ganz ähnlich wie Kilmers realer Krebs. "Das schafft eine Art Brücke", erklärt John Voorhees, Produzent des Films und Bruder des Regisseurs. "Der Charakter spiegelt den Zustand des Schauspielers wider."

Judith Hoersch ist Schauspielerin. Mit "Niemands Töchter" ist ihr ein Hit gelungen. Und das, obwohl sie zwischen Bayern und Berlin pendelt, eine kleine Tochter hat und sehr viel arbeitet. Hoersch spielt die Hebamme "Lena Lorenz" in einer erfolgreichen Serie, in der es ums Kinderkriegen und -haben geht. Genau wie in ihrem ersten Roman.












