
Wie Bradley Cooper Beziehungen sieht
n-tv
Bradley Coopers Film "Is This Thing On?" erzählt von Trennungen, Freundschaften und der Suche nach einem neuen Lebensweg. Im Fokus stehen zwei Paare, die ihre Beziehungen neu definieren müssen. Ein überraschend ehrlicher Blick auf Wendepunkte im Leben.
Bradley Coopers Film "Is This Thing On?" erzählt von Trennungen, Freundschaften und der Suche nach einem neuen Lebensweg. Im Fokus stehen zwei Paare, die ihre Beziehungen neu definieren müssen. Ein überraschend ehrlicher Blick auf Wendepunkte im Leben.
Freundschaft ist eine der größten kreativen Kräfte, die es gibt. Gute Freunde inspirieren, geben Vertrauen - und manchmal auch den Mut, sich ganz hinzugeben. Sie kennen die eigene Geschichte, Eigenheiten und Motive. Sie verstehen, warum man so handelt, wie man handelt - und verurteilen einen nicht dafür. Im Gegenteil: In der Nähe guter Freunde muss man sich nicht verstellen. Aus genau diesem Vertrauen entstehen oft die ehrlichsten Gespräche, die mutigsten Ideen - und manchmal sogar etwas wirklich Großartiges.
Dieses Gefühl zieht sich spürbar durch "Is This Thing On?". Regisseur Bradley Cooper ist eine warmherzige, kluge Tragikomödie gelungen, die sich mit Trennungen, Freundschaften und Neuanfängen beschäftigt - und damit, wie Menschen im mittleren Lebensabschnitt plötzlich gezwungen sind, sich selbst noch einmal ganz neu zu sortieren. Inspiriert ist der Film vom Leben des britischen Comedians John Bishop und der Trennung von seiner Frau. Gemeinsam mit Will Arnett und Mark Chappell hat Cooper daraus eine Geschichte entwickelt, die gleichzeitig leise, humorvoll und erstaunlich hoffnungsvoll ist.
Im Mittelpunkt stehen Finanzmann Alex (Arnett) und die ehemalige Volleyballspielerin Tess (Laura Dern). Nach 26 gemeinsamen Jahren haben sie sich gerade getrennt. Tess ist mit den beiden Kindern und den Hunden im Haus geblieben, Alex hat sich eine kleine Wohnung gemietet. Die beiden verstehen sich weiterhin gut - zumindest oberflächlich. Doch zwischen ihnen liegt diese seltsame, unangenehme Distanz, die entsteht, wenn man nicht mehr wirklich zusammen ist, aber auch noch nicht vollständig auseinander. Wenn vieles noch unausgesprochen ist und gleichzeitig der Alltag weitergehen muss: mit Co-Parenting, gemeinsamen Verpflichtungen und einem Freundeskreis, den man seit Jahrzehnten teilt.
Dieser Freundeskreis ist eng und vertraut. Dazu gehören Stephen (Sean Hayes) und sein frischgebackener Ehemann Geoffrey (Scott Icenogle - im echten Leben übrigens ebenfalls Hayes' Ehemann) sowie Balls (Bradley Cooper) und dessen Frau Christine (Andra Day). Auch bei den beiden kriselt es gewaltig. Balls ist ein selbstverliebter, leicht verpeilter Schauspieler, der ständig mit sich selbst beschäftigt ist, während Christine ihm gegenüber oft kühl wirkt - freundlich ist sie eigentlich nur zu ihrer besten Freundin Tess. Alex dagegen behandelt sie nach der Trennung ziemlich schroff, als würde sie ihm die Schuld geben. Und plötzlich hat Alex' und Tess' Entscheidung auch Auswirkungen auf ihre eigene Ehe: Als frischgebackene "Empty Nesters" müssen Balls und Christine sich ebenfalls fragen, ob sie noch zusammenbleiben wollen.













