
Harvey Weinstein jammert über Haftbedingungen
n-tv
Harvey Weinstein sitzt als verurteilter Sexualstraftäter im Gefängnis. In einem Interview klagt der ehemalige Hollywood-Mogul nun über seine Lebensumstände in Haft und sieht sich auch sonst als Justizopfer.
Harvey Weinstein sitzt als verurteilter Sexualstraftäter im Gefängnis. In einem Interview klagt der ehemalige Hollywood-Mogul nun über seine Lebensumstände in Haft und sieht sich auch sonst als Justizopfer.
Er wisse, dass er "einschüchternd und schwierig sein kann, aber das ist noch lange kein sexueller Übergriff". Das erklärt der verurteilte Sexualstraftäter Harvey Weinstein nun in einem aktuellen Interview mit dem US-Magazin "Hollywood Reporter". Worte, die zeigen, dass der ehemalige Film-Mogul weder Einsicht noch Reue für seine Taten zeigt. Stattdessen beklagt sich der 73-Jährige über die Haftbedingungen im Knast auf Rikers Island.
"Ich verbringe fast die gesamte Zeit in meiner Zelle. Manchmal fahre ich kurz im Rollstuhl raus, um etwas Luft zu schnappen - aber nur für eine halbe Stunde. Meistens bin ich 23 Stunden am Tag eingeschlossen", beschreibt Weinstein seinen Alltag hinter Gittern. Er habe lediglich zu seinen Wärtern, Anwälten und einigen Freunden Kontakt. Wenn er sich doch mal unter seinen Mit-Häftlingen aufhielte, fühle er sich "unter Belagerung". Sie würden ihn angeblich um Geld anbetteln und sich wünschen, dass sein Star-Anwaltsteam auch ihre Fälle übernimmt.
Einmal sei er auch mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden, als er es eilig hatte, an ein Telefon zu kommen. Er habe seinen Vordermann an den Knast-Telefonen gefragt, ob dieser fertig sei. Als Antwort will Weinstein eine Faust ins Gesicht bekommen haben: "Er legte auf und schlug mich hart ins Gesicht. Ich fiel zu Boden, blutete überall. Ich war wirklich schlimm verletzt", klagt Weinstein im Gespräch mit dem "Hollywood Reporter". Rikers Island sei schlicht "die Hölle". Die Vorstellung, im Gefängnis zu sterben, bereite ihm "wahnsinnig Angst".
Ähnliches hatte der gefallene Filmproduzent schon im Januar bei einer Anhörung vor Gericht gesagt. Laut "Hollywood Reporter" flehte er den Richter damals um "eine zweite Chance" an. Seine Zeit im Gefängnis bezeichnete er damals als "seelenerdrückend" und sprach von einem "langsamen Marsch in den Tod". Der Richter zeigte sich davon unbeeindruckt und erklärte: "Sie hatten einen fairen Prozess."













