USA und Verbündete greifen wieder IS-Ziele in Syrien an
ZDF
Die USA haben nach eigenen Angaben gemeinsam mit Verbündeten Ziele der Terrororganisation "Islamischer Staat" in Syrien angegriffen.
Die USA haben nach eigenen Angaben gemeinsam mit Verbündeten Ziele der Terrororganisation "Islamischer Staat" in Syrien angegriffen. Angaben zu Opfern gab es zunächst nicht. Die USA haben am Samstagabend (MEZ) nach Angaben des für den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs (Centcom) gemeinsam mit internationalen Partnern mehrere "großangelegte Schläge" gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) in Syrien durchgeführt. "Die heutigen Angriffe richteten sich gegen den IS in ganz Syrien" und seien Teil des Einsatzes "Hawkeye Strike", teilte Centcom im Onlinedienst X weiter mit. Sie seien eine "direkte Reaktion" auf einen "tödlichen IS-Angriff" im vergangenen Monat, bei dem drei US-Bürger getötet worden waren. Genauere Angaben zu den Zielen machte das US-Militär zunächst nicht - ebenso wenig zu möglichen Verletzten oder Todesopfern. Am 13. Dezember waren die beiden US-Soldaten und ihr Übersetzer, ein Zivilist mit US-Staatsbürgerschaft, bei einem Angriff eines mutmaßlichen IS-Mitglieds in der Oasenstadt Palmyra getötet worden. Daraufhin griff die US-Armee im Dezember gemeinsam mit ihrem Verbündeten Jordanien Dutzende Ziele der Dschihadistenmiliz in Syrien an. Die USA haben in Syrien etwa 1.000 Soldaten stationiert und kooperieren im Kampf gegen den IS mit der neuen syrischen Regierung. Diese wird von ehemaligen Rebellen geführt, die 2024 den langjährigen Machthaber Baschar al-Assad gestürzt hatten. Der Angriff auf die US-Soldaten in Palmyra war der erste Vorfall dieser Art seit dem Sturz Assads. Es war auch der erste Vorfall seit der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Syrien und den USA. Die US-geführte internationale Anti-IS-Koalition, der Frankreich und Großbritannien angehören, war 2014 gegründet worden, um das von den Islamisten ausgerufene "Kalifat" in Syrien und im Irak zu zerschlagen. Seit 2019 gelten die Dschihadisten als besiegt. Viele IS-Kämpfer zogen sich aber in riesige Wüstengebiete in beiden Ländern zurück und gelten weiterhin als Gefahr.













