US-Handelsminister Lutnick räumt Besuch auf Epstein-Insel ein
ZDF
US-Handelsminister Howard Lutnick gibt Treffen mit Jeffrey Epstein zu. Sein Bericht über den Privatinsel-Besuch widerspricht früheren Aussagen.
US-Handelsminister Howard Lutnick steht wegen seiner Kontakte zu Jeffrey Epstein unter Druck. Nun räumt er vor dem Senat Treffen ein, auch einen Besuch auf Epsteins Privatinsel. US-Handelsminister Howard Lutnick hat bei der Aufarbeitung des Falls um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vor dem Kongress mehrere Treffen mit dem Finanzier offengelegt. Vor einem Senatsausschuss räumte er einige E-Mails sowie Treffen ein, darunter einen Besuch mit seiner Familie auf der Privatinsel Epsteins im Jahr 2012. Dort habe man mit Epstein zu Mittag gegessen. Damit widersprach Lutnick indirekt früheren Angaben. Vergangenes Jahr hatte er in einem Podcast über Epstein gesagt, er habe schon 2005 entschieden, mit dieser "widerlichen Person" nie wieder in einem Raum sein zu wollen. Der nun eingeräumte Besuch auf der Insel Epsteins fand den aktuellen Angaben nach aber 2012 statt und somit auch mehrere Jahre nach Epsteins Verurteilung im Jahr 2008. Im Senat sagte Lutnick, er habe kaum etwas mit Epstein zu tun gehabt, räumte aber auch einen Besuch in Epsteins Haus im Jahr 2011 ein. Der Minister war früher in New York Epsteins Nachbar. Eine Frage dreht sich auch um einen Hinweis darauf, dass Epstein das Kindermädchen Lutnicks kennenlernen wollte. Er habe keine Ahnung, worum es dabei ging, sagte Lutnick. "Das hatte nichts mit mir zu tun. Soweit ich weiß." Wegen seiner Kontakte zu Epstein waren Rücktrittsforderungen an Lutnick laut geworden. So hatte etwa der republikanische Repräsentantenhaus-Abgeordnete Thomas Massie am Wochenende Lutnicks Rücktritt gefordert. Der demokratische Abgeordnete Ro Khanna schloss sich dieser Forderung am Montag an. Der Handelsminister von US-Präsident Donald Trump kommt mehrmals in den umfassenden Akten zum Fall Epstein vor. Trump stärkte seinem Minister zuletzt dennoch den Rücken.













