US-Behörde ermittelt gegen Sportartikelhersteller Nike
ZDF
Die US-Regierung wirft Nike Diskriminierung weißer Beschäftigter vor. Nun soll ein Gericht die Herausgabe angeforderter Informationen erzwingen.
Die US-Regierung wirft dem Sportartikelhersteller Nike Diskriminierung weißer Beschäftigter vor. Nun soll ein Gericht die Herausgabe angeforderter Informationen erzwingen. Die US-Regierung hat ein US-Gericht aufgerufen, eine Vorladung gegen den Sportartikelhersteller Nike wegen der angeblichen Diskriminierung weißer Menschen durchzusetzen. Der Konzern habe "die angeforderten Informationen nicht vollständig bereitgestellt", hieß es am Mittwoch (Ortszeit) in dem Antrag der US-Kommission für Gleichstellung am Arbeitsplatz (EEOC) an das Gericht im US-Bundesstaat Missouri. Die EEOC bezog sich darin auf eine Klage ihrer Vorsitzenden Andrea Lucas aus dem Jahr 2024, wonach Nike mit seinen Einstellungskriterien womöglich gegen das Gesetz verstoßen habe. Lucas hatte Nike 2024 vorgeworfen, "ein Muster oder eine Praxis unterschiedlicher Behandlung gegenüber weißen Beschäftigten, Bewerbern und Ausbildungsprogrammen" verfolgt zu haben. Zudem habe der Sportartikelhersteller das Gesetz gebrochen, indem er Vorgaben setze, wonach 30 Prozent der Belegschaft in Führungspositionen von Minderheiten besetzt sein sollen. Nike nannte das Vorgehen der EEOC gegenüber der Nachrichtenagentur AFP eine "überraschende und ungewöhnliche Eskalation" und erklärte, sich "umfassend und in gutem Glauben" an der Untersuchung beteiligt zu haben. Das Unternehmen habe bereits "Tausende Seiten an Informationen und ausführliche schriftliche Antworten" bereitgestellt, hieß es in einer E-Mail von Nike an AFP. US-Präsident Donald Trump hatte Lucas nach seinem erneuten Amtsantritt vor knapp einem Jahr zur Vorsitzenden der EEOC gemacht. Das Gremium war 1964 während der Bürgerrechtsbewegung gegründet worden, um der Diskriminierung von Schwarzen entgegenzuwirken.













